Razer geht davon aus, dass Gamer KI noch schätzen werden

1 month ago 4

Künstliche Intelligenz ist aktuell einerseits ein enormer Hype, spaltet aber andererseits in vielen Bereichen die Community. Insbesondere im Bereich Gaming ist das der Fall. Der Geschäftsführer von Razer, Min-Liang Tan, geht jedoch davon aus, dass die Spieler sich nicht nur an den Einsatz von KI gewöhnen, sondern ihn am Ende auch schätzen werden.

Razer ist bereits selbst im Bereich KI für Spiele aktiv und arbeitet auch an einer Art AI Companion. Dazu reichert man seine Peripheriegeräte mit künstlicher Intelligenz an. Auf der CES 2026 hatte Razer ja gerade erst einige entsprechende Konzepte vorgestellt. Dass man da also optimistisch ist, was die Adoption durch Gamer betrifft, wundert nicht wirklich. In einem Interview mit The Verge kam man da auch auf die Gaming-KI Project Ava zu sprechen, welches man gerne noch als Produkt für den Massenmarkt umsetzen würde und sich dafür einen großen Markt vorstellen kann.

Kontrovers kann man sicherlich betrachten, dass Razer für Ava ausgerechnet Grok von X als Basis nutzt. Grok hat zuletzt eher für Negativschlagzeilen durch das Erstellen von Deepfakes mit nackten Tatsachen gesorgt. Der Razer-CEO ist da zurückhaltend und gibt zu Protokoll, dass eine finale Version von Ava es dem Nutzer auch ermöglichen könnte, zu anderen KI-Modellen zu wechseln. Das müsse man noch austüfteln.

Generell gibt Tan zu verstehen, dass er die Abneigung gegen KI-Slop nicht nur nachvollziehen könne, sondern selbst teile. Das sei aber eben nur ein Teil von KI. KI-Tools könnten etwa die Entwicklung von Spielen beschleunigen, bei der Qualitätssicherung helfen und so zu hochwertigeren, von Menschen gemachten Titeln führen. Zudem können Anbieter wie eben Razer KI für vielseitigere Produkte nutzen und sowohl Hard- als auch Software verbessern. „KI“ ist somit aus Razers Sicht ein sehr breiter Bereich, den man schlecht über einen Kamm scheren könne.

Zum Beispiel nutzt Razer wie erwähnt Grok für Ava, aber ChatGPT als Grundlage für seine KI-Kopfhörer Motoko. Beide Produkte funktionieren sehr unterschiedlich. Am Ende können sich die Gamer selbst heraussuchen, was ihnen gefällt. Für Razer wird es wiederum herauszufinden gelten, wie man KI preislich unterbringt. Etwa wäre es möglich, die Kosten für die KI-Entwicklung und -Betreuung auf die Hardware aufzuschlagen. Oder man bietet optionale Abonnements an. Hier sei auch laut dem CEO aber noch nicht klar, was dauerhaft von Spielern am besten angenommen wird.

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