Raspberry Pi: Speicherkrise sorgt für weitere Preiserhöhungen

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So gut wie allen Lesern dürfte bekannt sein, dass sowohl Arbeitsspeicher als auch Speicherplatz in den letzten Monaten deutlich teurer geworden sind. Bei RAM gibt es teilweise gegenüber Anfang 2025 Preiserhöhungen von 300 bis 400 %. Die Raspberry Pi Foundation hatte darauf bereits im Dezember des letzten Jahres reagiert und einige Preise angehoben. Da sich jedoch keine Entspannung in der Lieferkette abzeichnet, schreitet man jetzt erneut zur Tat.

Innerhalb von gerade einmal zwei Monaten müssen potenzielle Kunden also gleich zwei Preiserhöhungen verdauen. Wie sieht es aus? Die Raspberry Pi 4|5 werden je nach Speichermenge bis zu 60 US-Dollar teurer. So bleibt zwar der Preis der Varianten mit 1 GByte identisch, schon wer 2 GByte wünscht, muss aber gegenüber den bereits erhöhten Dezember-Preisen jetzt 10 US-Dollar mehr blechen. Wer nach 4 GByte strebt, zahlt 15 US-Dollar mehr als Ende 2025. Wer 8 GByte wünscht, soll 30 US-Dollar mehr zahlen. Und wer es auf 16 GByte anlegt, erlebt die deutlichste Preiserhöhung – um 60 US-Dollar.

Memory density Price increase
1 GB
2 GB $10
4 GB $15
8 GB $30
16 GB $60

Im direkten Vergleich vor den beiden Preiserhöhungen, die nun in sehr geringem zeitlichen Abstand erfolgt sind, zahlt ihr im Februar 2026 nun z. B. volle 85 US-Dollar mehr für den Raspberry Pi 5 mit 16 GByte. Im November 2025 kostete dieser noch 120 US-Dollar, stieg dann im Dezember 2025 auf 145 US-Dollar und ist nun bei 205 US-Dollar als Verkaufspreis angelangt. Das ist schon ziemlich happig. Im Übrigen steigen auch die Preise der Compute-Module und der Varianten Raspberry Pi 500 und 500+, wie man der offiziellen Ankündigung entnehmen kann.

Auch bei der Raspberry Pi Foundation ist man sich der misslichen Lage bewusst. Der CEO Eben Upton hat erklärt, dass man die Preiserhöhungen natürlich mit Freude rückgängig machen werde, sobald sich die Liefersituation entspanne. Im Übrigen entsprechen die offiziellen Dollar-Preise im Grunde 1:1 den Europreisen, die ihr hierzulande zahlt.

Wann es da wieder humaner zugehen könnte? Das ist schwer zu sagen. Ausgelöst worden, ist die aktuelle Speicherkrise durch den KI-Hype, der dafür gesorgt hat, dass Datenzentren enorme RAM- und Speichermengen aufkaufen. Der Hersteller Micron hat deswegen sogar seinen Fokus auf jenes Marktsegment verlagert und die Marke Crucial eingestellt.

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