Raspberry Pi OS 6.2: Sudo fragt jetzt nach dem Passwort

1 week ago 8

Raspberry Pi OS bekommt ein Update auf Version 6.2, die zweite Aktualisierung der Trixie-Ausgabe. Viele kleine Fixes, ein Punkt sticht aber heraus: Passwortloses sudo ist auf neuen Installationen standardmäßig abgeschaltet. Grob gibt es bekanntlich zwei Rollen: normale Nutzer und den Admin. Admins dürfen an Stellen im System schreiben, an die ein normales Konto nicht herankommt. Um nicht extra den Nutzer zu wechseln, gibt es sudo. Wer im Terminal vor einen Befehl sudo setzt, führt ihn mit Admin-Rechten aus. Bisher reichte auf dem Raspberry Pi OS einfach sudo voranzustellen, ein Passwort wollte das System nicht sehen. Praktisch, aber eben auch ein Einfallstor, wenn jemand physischen Zugriff auf das Gerät oder eine offene Session hat.

Mit Raspberry Pi OS 6.2 ist damit auf frischen Installationen Schluss. Sudo fordert nun das Passwort des aktuellen Nutzers an. Im Terminal taucht beim ersten sudo-Aufruf eine Abfrage auf. Ist das Passwort korrekt, läuft der Befehl durch, passt es nicht, wird abgebrochen. Danach hat man ein kurzes Zeitfenster von fünf Minuten, in dem weitere sudo-Aufrufe ohne erneute Passwortabfrage durchgehen.

Auf dem Desktop sieht das ähnlich aus. Aktionen, die Admin-Rechte brauchen, etwa bestimmte Punkte im Control Centre, holen sich die Berechtigung über einen Dialog, der nach dem Passwort fragt. Auch hier greift die kurze Gnadenfrist nach der ersten Eingabe. Wer das alte Verhalten lieber mag, kann es wiederherstellen. Im Kontrollzentrum gibt es im Reiter System den Schalter Admin Password. Wird der deaktiviert, arbeitet sudo wieder ohne Passwort, sowohl im Terminal als auch in der grafischen Oberfläche. Auf bestehenden Installationen ändert das Update nichts am bisherigen Verhalten. Dort bleibt passwortloses sudo aktiv, bis der Schalter angepasst wird.

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