Raspberry Pi 4 mit 3 GB: neues Modell, höhere Preise durch teureren RAM

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Raspberry Pi schraubt die Preise nach oben, führt aber gleichzeitig eine neue Variante ein. Hintergrund ist der weiter steigende Preis für LPDDR4-Speicher, der auf den Raspberry-Pi-Boards steckt. Laut Raspberry Pi haben sich die Kosten für das verbaute LPDDR4 in den vergangenen zwölf Monaten ungefähr versiebenfacht. Das schlägt nun direkt auf die aktuellen Modelle durch.

Neu ist ein Raspberry Pi 4 mit 3 GB RAM, der bei 83,75 Dollar liegt. Das Gerät lässt sich wie gewohnt über Raspberry Pi Approved Reseller bestellen. Die Idee dahinter, wer nicht ganz so viel Speicher braucht, greift zu dieser Zwischenstufe und zahlt weniger als für die 4-GB- oder 8-GB-Modelle, die ja auch im Preis anziehen.

Teurer werden alle Raspberry-Pi-4- und Raspberry-Pi-5-Varianten ab 4 GB RAM. Für 4 GB werden 25 Dollar mehr fällig, für 8 GB 50 Dollar und für 16 GB beim Raspberry Pi 5 steigen die Preise um 100 Dollar. Beim Raspberry Pi 500, egal ob als nackte Einheit oder als Kit, werden 50 Dollar aufgeschlagen. Der Raspberry Pi 500+ wird als Einheit und als Kit jeweils um 150 Dollar teurer. Auch das Compute-Modul-Ökosystem bleibt nicht verschont, beim Compute Module 4 und 4S mit 1 GB gehen 11,25 Dollar auf den Preis, bei 2 GB 12,50 Dollar, bei 4 GB 25 Dollar und bei 8 GB 50 Dollar. Compute Module 5 mit 16 GB legt um 100 Dollar zu. Das Development Kit für das Compute Module 5 steigt um 25 Dollar, das Raspberry Pi AI HAT+ 2 um 50 Dollar. Logo, da müsst ihr mal schauen, was der deutsche Händler eurer Wahl so draufschlägt.

Nicht alles wird teurer. Der Raspberry Pi 400 mit 4 GB RAM bleibt laut Hersteller bei 60 Dollar. Auch die kleinen Varianten von Raspberry Pi 4 und Raspberry Pi 5 mit 1 GB und 2 GB liegen weiter im Bereich von 35 bis 65 Dollar. Wer einfache Projekte baut, kommt mit diesen Modellen oft problemlos klar, ohne in die teureren RAM-Stufen zu rutschen.

Wer neue Projekte plant, sollte die Speichermenge nüchtern durchrechnen, statt reflexartig zur größten Ausbaustufe zu greifen. Oft reichen 1 GB oder 2 GB, je nach Anwendung tut es auch ein älteres Board. Gerade in Zeiten teurer RAM-Preise kann sich der Blick auf kleinere Speichergrößen oder die ältere Generation lohnen.

Raspberry Pi geht davon aus, dass die aktuellen Speicherpreise nicht ewig so hoch bleiben. Wenn sich der Markt wieder beruhigt, sollen die Aufschläge zurückgenommen werden. Bis dahin versucht der Hersteller nach eigener Aussage, die Mehrkosten so gut wie möglich einzudampfen und über Varianten wie den neuen 3-GB-Raspberry-Pi-4 mehr Spielraum bei der Auswahl zu geben.

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