Proton klagt gegen Apple

6 months ago 7

Die Schweizer Firma Proton, unseren Lesern sicher bekannt für verschlüsselte E-Mail- und VPN-Dienste, geht juristisch gegen Apple vor. Das Unternehmen reichte eine Klage bei einem US-Bezirksgericht ein. Proton ist Kläger in dem Verfahren, man vertritt jedoch eine Gruppe ähnlich gestellter Entwickler und klagt in deren Namen. Hintergrund sind die App-Store-Praktiken (die Apple neulich in der EU anpasste). Die jährliche Gebühr von 99 Dollar für Entwickler und die 30-prozentige Provision auf In-App-Käufe belasten laut Proton vor allem datenschutzorientierte Unternehmen. Firmen wie Meta oder Google, die ihr Geld mit Nutzerdaten verdienen, seien von diesen Gebühren weniger betroffen.

Ein weiterer Kritikpunkt von Proton ist Apples Kontrolle über die App-Distribution. Man führt als Beispiel China, an, wo viele Apps fehlen. Proton geht allerdings nicht auf herrschende Gesetze ein, man spielt sicherlich darauf an, dass es toll wäre, wenn man easy alles per Sideload laden und nutzen könnte. In Russland musste Apple ebenfalls zahlreiche VPN-Anwendungen entfernen. Proton selbst wurde gezwungen, Hinweise auf das Umgehen von Zensur aus der App-Beschreibung zu streichen.

Proton will mit der Klage laut eigener Aussagen nicht nur Schadenersatz erreichen, sondern grundlegende Änderungen an Apples Geschäftspraktiken durchsetzen. Eventuelle Entschädigungszahlungen sollen über die gemeinnützige Proton Foundation an Organisationen gehen, die sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzen.

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