Praxistipp: Per Google Übersetzer unterwegs im Ausland problemlos Dialoge mit Einheimischen führen

4 months ago 6

Gleich vorab: Dieser Tipp hier ist für Mitlesende gedacht, denen die mobilen Übersetzermöglichkeiten noch nicht ganz geläufig sind, zudem gibt es bekanntermaßen gefühlt hunderte Optionen, eine Live-Übersetzung unterwegs zu führen. Vielleicht möchte aber jemand von euch einem Familienmitglied diesen Beitrag hier teilen, weil genau die Frage zuletzt beim Familienessen im Raum stand? Anyway:

Vor kurzem war ich mit meiner Frau und meinem Sohn mal wieder in den Niederlanden, unserem liebsten Reiseziel, genauer gesagt in Egmond an Zee. Da der Ort schon für sich ein Erlebnis ist, mit seinen Dünen, den schönen Stränden und allem Drumherum, habe ich mich einen Abend an der Strandpromenade neben einen älteren Herren gesetzt, der recht schnell neugierig wurde, ob ich Deutscher sei (das sieht man uns ganz offensichtlich weltweit gut an) und wie es mir in Egmond gefallen würde.

Mein Problem dabei: Er sprach mich auf Niederländisch an, ich selbst spreche bislang aber nur ein paar wenige Zeilen auswendig gelernter Fragen und Antworten dieser teils ans Plattdeutsche erinnernden Sprache. Also Smartphone gezückt, kurz angedeutet, dass ich gern mit ihm über eine App kommunizieren möchte, wenn das okay für ihn sei und den kostenlosen Google Übersetzer gestartet – immerhin für alle Geräte frei verfügbar (und ja, auch hier gibt es Alternativen wie den Übersetzer von Apple, Microsoft Translate und viele weitere, die aber alle ähnlich funktionieren). Der Google Übersetzer kennt inzwischen nahezu jede Sprache der Welt, ist darum auch hier auch immer wieder das Mittel der Wahl, wenn es vor allem unkompliziert sein soll.

Schon vor Urlaubsantritt habe ich mir nicht nur Offlinekarten für Google Maps und CoMaps auf mein Pixel heruntergeladen, sondern auch das Sprachpaket „Niederländisch“ für den Übersetzer. Damit ist sichergestellt, dass ich die Dienste auch ohne Internetverbindung weiter nutzen kann. Die App bietet im unteren Bereich die „Unterhaltung“ an – eine Funktion, die gewissermaßen ein offenes Mikrofon anbietet, das lauscht, welche Sprache gerade dominant zu hören ist, jene übersetzt und dann auch auf eurer gewählten Sprache wieder ausgibt, sowohl als Text, als auch akustisch.

Wie es sich für eine Unterhaltung gehört, sollte man dennoch gezielt abwechselnd sprechen, da die Erkennung ansonsten auch schnell mal die Übersetzung abbricht und nur noch die Reste ausgibt. Das klappte aber auch mit Richard, so sein Name, problemlos. Muss man sich eben drauf einlassen können. Gemini könnt ihr im Übrigen auch bitten, einen Dialog zwischen euch und – in diesem Beispiel – einem Niederländer zu übersetzen. Der Dienst erklärt dann in beiden Sprachen kurz, dass er diese Funktion nun übernehmen wird und er ab sofort auf eure Inhalte wartet.

Hier erlebte ich aber in meinem Test, dass es ein Problem mit dem Hintergrund-Zuhören des Dienstes gibt, welches ansonsten dazu da ist, dass ihr Gemini jederzeit während seiner Antworten unterbrechen und weitere Fragen stellen könnt. Hier sorgt es leider dafür, dass selbst bei Möwenkreischen in der Nähe innegehalten und die Übersetzung abgebrochen wird. Der Google Übersetzer ist da aktuell deutlich zuverlässiger.

Richard und mir hat diese Möglichkeit jedenfalls einen Austausch von knapp 20 Minuten „Smalltalk“ ermöglicht, bei dem anscheinend nicht nur ich den Eindruck hatte, mein Gegenüber wirklich sehr gut verstanden zu haben.

Ich will hiermit gar nicht wirklich auf dem Übersetzer von Google selbst herumreiten, es gibt auch einige andere, gute Lösungen für das genannte Problem. Dennoch ist die App eine von denen, die auf so vielen Geräten bereits vorinstalliert und dabei dann auch wirklich nützlich und gut zu bedienen ist.

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