Plex: Remote-Streaming über Drittanbieter-Apps erfordert eine Lizenz

1 month ago 13

 Remote-Streaming über Drittanbieter-Apps erfordert eine Lizenz

Da müssen wir mal langsam der Reihe nach anfangen. Plex-Nutzer wissen es natürlich: Für das Remote Streaming benötigt man einen Plex Pass oder eben die Plex Lifetime Lizenz. Das betrifft nur das Streaming außerhalb des eigenen Zuhauses, sofern man nicht basteln möchte und sich via VPN oder so auf den eigenen Server einklinkt. Allerdings gibt es Dritt-Clients, die das Ganze bisher umgangen sind.

Wie die Entwickler von FireCore (den Machern hinter Infuse) mitteilen, hat Plex über anstehende Anpassungen bei den Anforderungen für Remote-Streaming informiert. Ab Ende dieser Woche wird für das Streaming aus der Ferne eine kostenpflichtige Lizenz fällig. Klingt ja eigentlich logisch, ist ja nicht neu. Anscheinend ändert man bei Plex aber, wie das überprüft wird - vielleicht läuft das nun genauer serverseitig ab.

 Remote-Streaming über Drittanbieter-Apps erfordert eine Lizenz

Infuse für macOS

Nutzer benötigen künftig entweder einen Plex Pass oder einen sogenannten Remote Watch Pass, wenn sie Inhalte von einem entfernten Plex-Server über Drittanbieter-Apps abspielen wollen. Wie erwähnt: Ist schon lange so, richtet sich aber wohl an Apps, die das bisher umgangen haben. Bislang ließ sich der Fernzugriff auf die eigene Mediathek auch ohne kostenpflichtiges Plex-Abonnement in solchen Apps nutzen.

Weiterhin gilt für den heimischen Einsatz: Die Wiedergabe im eigenen lokalen Netzwerk bleibt von dieser Änderung unberührt. Wer Infuse oder andere Clients ausschließlich zu Hause im selben Netz wie den Server betreibt, muss nichts weiter unternehmen und zahlt weiterhin nichts extra.

Für den Fernzugriff ohne Plex-Abo bleibt Nutzern künftig wohl nur der Umweg über Netzwerklösungen: Wer die Plex-eigenen Remote-Streaming-Funktionen umgehen möchte, kann den Server unterwegs weiterhin über ein VPN oder Tools wie Tailscale anbinden, um das Ganze wie ein lokales Netzwerk zu behandeln. Erwähnen muss ich es sicherlich nicht: Alternativ greift man vielleicht in Zukunft auf eine andere Software zurück - Jellyfin etwa.

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