Paramount erhöht Druck im Poker um Warner Bros. Discovery

1 week ago 3

Es geht weiter im gefühlt endlosen Übernahmekampf um Warner Bros. Discovery. Paramount Skydance lässt nicht locker und hat eine Stellungnahme veröffentlicht, nachdem das Board von WBD das nachgebesserte Angebot genauer unter die Lupe genommen hat. Offenbar sieht man dort nun doch Potenzial, dass die Offerte zu einem besseren Ergebnis führen könnte als der eigentlich geplante Deal mit Netflix.

Paramount begrüßt diesen Schritt naturgemäß und will weiter verhandeln, um den Aktionären das eigene Angebot schmackhaft zu machen. Konkret geht es um 31 US-Dollar pro Aktie, die man bar auf den Tisch legen will. Um die Ernsthaftigkeit zu unterstreichen, hat Paramount an ein paar Stellschrauben gedreht. So soll eine sogenannte „Ticking Fee“ von 0,25 US-Dollar pro Quartal früher greifen, nämlich schon ab dem 30. September 2026, sollte der Deal bis dahin nicht durch sein.

Auch beim Thema Regulierung legt man nach. Sollte die Übernahme an den Behörden scheitern, winkt eine Entschädigung von 7 Milliarden US-Dollar. Dazu übernimmt man weiterhin die 2,8 Milliarden US-Dollar, die WBD an Netflix zahlen müsste, um den dortigen Vertrag aufzulösen. Auch potenzielle Finanzierungskosten in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar will Paramount schultern.

Interessant ist zudem, dass die Definition für nachteilige Geschäftsentwicklungen angepasst wurde: Das schwächelnde lineare TV-Geschäft von WBD würde hierbei ausgeklammert. Die Wartezeit nach dem US-Kartellrecht ist bereits am 19. Februar abgelaufen. Jetzt liegt der Ball wieder bei Warner Bros. Discovery. Das Board muss entscheiden, ob das Paramount-Angebot tatsächlich das bessere ist, dann hätte Netflix vier Tage Zeit, gleichzuziehen, bevor ein neuer Vertrag unterzeichnet werden kann.

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