
Wer seine Dokumente digitalisiert und manches Gedöns daheim selbst hostet, landet unweigerlich bei Paperless-ngx. Es ist für viele der Platzhirsch, das Schlachtschiff, der Goldstandard. Aber in der Self-Hosted-Szene gibt es ja mehr: Papra schickt sich an, eine ernsthafte Alternative zu sein. Und nein, es ist kein Aufsatz, sondern ein komplett eigenes Ding.

Der Kassenbon für das Geschenk vom letzten Jahr ist unauffindbar oder die Garantiekarte für das neue Smartphone hat sich irgendwo im Papierstapel verabschiedet. Genau hier setzt Papra an. Das Tool versteht sich als minimalistische Plattform für das Dokumentenmanagement und die Langzeitarchivierung. Die Idee dahinter ist simpel: Nutzer sollen Dokumente einfach ablegen, „vergessen“ und bei Bedarf schnell wiederfinden können. Es geht also weniger um komplexe Workflows, sondern mehr um ein digitales Archiv für den Alltag.

Papra ist also eine eigenständige, minimalistische Open-Source-Plattform zur Dokumentenarchivierung, inklusive OCR und Co. Während Paperless-ngx über die Jahre zu einem mächtigen (und manchmal etwas komplexen) Tool gewachsen ist, will Papra die Sache moderner und schlanker angehen. Es ist von Grund auf so gebaut, dass es nicht nur auf dem heimischen NAS, sondern auch „Cloud-native“ skaliert.
Grundsätzlich gibt es erst einmal eine Demo im Netz, die man sich anschauen sollte. Vielleicht reicht das ja schon, um abzuwinken oder das Ganze mal auszuprobieren. Eine Roadmap findet ihr hier. Das Papra-Repo auf GitHub hier. Die Installation könnt ihr auf eurem NAS innerhalb von Docker realisieren. Eine Installationsanweisung findet ihr hier. Nach dem Start ist das Web-Interface unter http://:1221 erreichbar. Es gibt keinen Default-Login, beim ersten Aufruf werdet ihr durch das Setup zur Erstellung des Admin-Accounts geführt.
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6 days ago
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