OSS-Scanner: Kostenloses KI-Tool von Anthropic soll Open-Source-Projekte vor Schwachstellen schützen

3 weeks ago 18

Anthropic will mit KI kritische Infrastruktur und Open-Source-Software vor Cyberangriffen schützen. Das Unternehmen hat dafür die "Cyber Mission" gestartet, ein langfristiges Programm mit zwei Schwerpunkten. Im "Critical Infrastructure Defense Program" (CIDP) stellt Anthropic seine Claude-Modelle, eigene Ingenieure und Bedrohungsanalysen bereit, um Stromnetze, Wasserversorgung und Transportnetzwerke abzusichern. Gründungspartner sind unter anderem CrowdStrike, Palo Alto Networks, Deloitte und Rockwell Automation.

Ebenfalls neu ist der kostenlose OSS-Scanner, der Open-Source-Projekte regelmäßig auf Sicherheitslücken prüft. Da fast alle Software auf Open-Source-Code basiert, der oft von kleinen Freiwilligenteams gepflegt wird, soll der Scanner automatisch Schwachstellen finden, erklären und Patches vorschlagen. Anthropic erwartet eine Trefferquote von mehr als 90 Prozent, die Berichte werden aber ohne menschliche Prüfung verschickt und können Fehler enthalten. Laut Anthropic stehen potenziellen Angreifern bereits heute leistungsfähige KI-Modelle zur Verfügung, während die Sicherheitswerkzeuge auf der Gegenseite noch nicht ausreichend verbreitet sind.

Betreuer von Open-Source-Projekten können sich freiwillig über ein GitHub-Repository anmelden. Voraussetzung: Das Projekt muss eine kritische Rolle für Infrastruktur oder Nutzersicherheit spielen.

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