Opera reicht Beschwerde gegen Microsoft ein: Edge-Browser-Tricks in der Kritik

5 months ago 6

Opera hat bei der brasilianischen Wettbewerbsbehörde CADE eine Kartellbeschwerde gegen Microsoft eingereicht. Der Vorwurf: Microsoft soll seine marktbeherrschende Stellung im Windows-Ökosystem ausnutzen, um den hauseigenen Edge-Browser zu bevorzugen. Im Kern geht es darum, dass Microsoft Edge nicht nur vorinstalliert ist, sondern durch verschiedene Mechanismen die Nutzung alternativer Browser erschwert wird. Opera-Justiziar Aaron McParlan kritisiert dabei vor allem die Exklusivvereinbarungen mit PC-Herstellern und die technischen Hürden, die Microsoft für Nutzer aufbaut.

Die Taktiken von Microsoft seien vielfältig: Wenn Nutzer in Edge nach alternativen Browsern suchen, werden sie durch Warnhinweise verunsichert. Selbst wenn ein anderer Browser als Standard festgelegt wurde, öffnet Windows bei bestimmten Aktionen wie dem Anklicken von E-Mail-Links oder dem Öffnen von PDF-Dateien trotzdem Edge.

Diese Praktiken beschränken sich nicht auf den brasilianischen Markt. Opera geht auch in der EU gegen Microsoft vor. Dort könnte Edge als Gatekeeper-Dienst im Sinne des Digital Markets Act eingestuft werden.

Die Beschwerde in Brasilien zielt auf konkrete Verbesserungen ab: PC-Hersteller sollen die Freiheit bekommen, andere Browser vorinstallieren zu können. Zudem fordert Opera einen neutralen Auswahlbildschirm für Browser und ein Ende der manipulativen Designelemente in Windows.

Machen wir uns nichts vor: Microsoft fiel in der Vergangenheit durch weitere fragwürdige Methoden auf. Anfang des Jahres verwendete das Unternehmen eine nachgeahmte Google-Benutzeroberfläche für Bing-Nutzer, die nach Protesten schnell wieder entfernt wurde. Und der ganze Quatsch in Windows 11 wird gefühlt auch immer schlimmer. Windows 10 ist dahingehend out of the box das bessere System für ablenkungsfreies Arbeiten.

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