OpenAI kappt KI-Coding-Tool Cursor den Modellzugang nach Elon Musks Übernahme

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OpenAI kündigt den Vertrag mit dem KI-Coding-Tool Cursor, nachdem SpaceX das Unternehmen übernommen hat. Der Grund: Elon Musks Firmen haben wiederholt Verträge gebrochen.

OpenAI hat angekündigt, den Vertrag mit Cursor zum 12. November 2026 zu beenden. Damit gewährt das Unternehmen laut eigenen Angaben die vertraglich maximal mögliche Kündigungsfrist. Der Vertrag enthält eine Klausel, die OpenAI ein begrenztes Zeitfenster zur Kündigung nach einem Kontrollwechsel einräumt.

Auslöser ist die Übernahme von Cursor durch SpaceX. OpenAI begründet die Entscheidung damit, dass man nicht sicher sein könne, dass SpaceX die Nutzungsbedingungen einhalten werde.

Musks Firmen haben laut OpenAI wiederholt Verträge gebrochen

Die Sperre ist die Fortsetzung eines seit Jahren laufenden Konflikts zwischen Musk und OpenAI, der auch vor Gericht ausgefochten wurde. Konkret wirft OpenAI Musk einen Vertragsbruch nach seiner Twitter-Übernahme und Destillationsversuche vor.

OpenAI hatte einen Lizenzvertrag mit Twitter, über den das Unternehmen für etwa zwei Millionen US-Dollar pro Jahr Zugriff auf den kompletten Tweet-Datenfeed erhielt, um ChatGPT zu trainieren. Als Musk im Dezember 2022 von dieser Vereinbarung erfuhr, hielt er den Preis für zu niedrig und kappte OpenAIs Zugang.

Zudem hatte Musk im Gerichtsstreit eingeräumt, dass er Daten von KI-Modellen anderer Hersteller nutzte, um die eigenen Grok-Modelle zu trainieren, sogenannte Destillation. Auch das verstößt gegen OpenAIs Nutzungsbedingungen.

OpenAI schiebt zudem Verantwortung vor: Mit dem kommenden Modell Astra, das offenbar über erweiterte Cyberfähigkeiten verfügt, gebe es "ein neues Maß an Verantwortung", die Einhaltung der Nutzungsbedingungen sicherzustellen.

Cursors OpenAI-Nutzung angeblich nur bei fünf Prozent

Cursor-Mitgründer Michael Truell reagierte auf X prompt: OpenAI-Modelle machten nur etwa fünf Prozent von Cursors KI-Traffic aus. Man spreche mit dem OpenAI-Team, um die Situation zu klären. Cursor sei einer der allerersten Nutzer von OpenAI gewesen, habe jahrelang eng mit dem Team zusammengearbeitet und die Plattform als "neutrale Infrastruktur" für das eigene Geschäft betrachtet.

OpenAI ist nicht das erste Unternehmen, das einem Partner den API-Zugang entzieht. Anthropic sperrte im Juni 2025 dem Coding-Tool Windsurf den Zugriff auf seine Claude-Modelle, nachdem bekannt wurde, dass OpenAI Windsurf übernehmen wollte. Im August 2025 traf es dann OpenAI selbst: Anthropic entzog dem Unternehmen den API-Zugang, weil OpenAI-Teams Claude offenbar für interne Benchmarks vor dem GPT-5-Launch genutzt hatten.

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