Online-Banking nimmt zu, Bankfilialen werden für Kunden unwichtiger

6 months ago 7

Auch etablierte Banken verkleinern in Deutschland teilweise ihr Filialnetz oder verkürzen die Öffnungszeiten bzw. bauen Personal ab. Das hat seine Gründe, denn laut einer neuen Umfrage des Branchenverbands Bitkom ist das Filialnetz ihrer Bank den Befragten mittlerweile unwichtiger. Stattdessen gewinnen die Online-Angebote noch stärker an Bedeutung. Zudem nutzen mehr Menschen Online-Broker für ihre Geldanlagen.

86 % der Befragten nutzen dabei das Online-Banking, was einen neuen Höchststand markiert. Der Anstieg ist primär dadurch bedingt, dass immer mehr Senioren ebenfalls in die digitalen Bankgeschäfte einsteigen. So verwenden auch in der Altersgruppe zwischen 65 und 74 Jahren inzwischen 83 % der Befragten das Online-Banking. Als Vergleich: 2024 waren es nur 72 und 2023 sogar nur 61 %. Auch in der Altersgruppe ab 75 Jahren ist der Anteil auf 43 % angewachsen – 2023 waren es z. B. nur 22 %.

Der Trend geht zudem generell weg vom Filialbesuch. Etwa haben von den befragten Online-Banking-Nutzern bereits 44 % angegeben, keine Bankfilialen mehr zu besuchen. Aber: Immerhin 42 % gehen noch hin und wieder zur Filiale. 14 % erledigen ihre Bankgeschäfte primär in der Filiale und nutzen nur gelegentlich das Online-Banking. Allerdings sehen die Kunden bei den digitalen Angeboten Verbesserungspotenziale, denn sie erhalten im Durchschnitt nur die Note „befriedigend“.,

Bei der Auswahl der Banken spielen im Übrigen die Gebühren die größte Rolle (96 %). Danach folgt die Höhe der Einlagensicherung (95 %). 78 % haben z. B. auch angegeben, dass eine benutzerfreundliche Banking-App bei der Auswahl ihrer Bank wichtig sei. Viele und schnell erreichbare Filialen sind nur noch 50 % der Befragten wichtig. Hier gibt es aber erhebliche Unterschiede je nach Altersgruppe. Etwa geben nur 37 % der 16- bis 29-Jährigen an, auf Filialen Wert zu legen, bei den Menschen ab 65 Jahren sind es aber noch 71 %.

39 % der Befragten nutzen Online-Banking auch für Investitionen, etwa in ETFs oder Aktien. Hier gewinnen aber auch separate Online-Broker an Beliebtheit – auch, weil diese Zinsen auf nicht investiertes Guthaben zahlen. Die Neobroker und Finanz-Apps haben dabei für viele Befragte offenbar auch die Hemmschwellen gesenkt. So geben z. B. 33 % der Befragten, die online Geld über ihre Bank oder einen Broker investieren, an, dass sie ohne die Online-Optionen von Investitionen absehen würden. 49 % geben an, sich durch die Online-Angebote mehr mit Finanzen beschäftigt zu haben. 63 % halten Online-Geldanlageangebote für eine gute Alternative zur klassischen Altersvorsorge.

Wobei ich persönlich hier einwerfen möchte, dass die Grenzen da ja fließend sind. Schließlich kann ich manche Investitionen wahlweise online oder auch in einer Filiale tätigen. Generell solltet ihr die Umfrageergebnisse dabei auch nicht zu sehr auf die Goldwaage legen – sie stammen aus einer Meinungsumfrage und nicht aus einer wissenschaftlichen Studie, sind also mehr ein Fingerzeig.

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