Nvidia will Deutschland helfen, seine KI-Autobahn zu bauen. Damit sind aber nicht digitale Optimierungen am tatsächlichen Autobahnnetz gemeint. Vielmehr bezieht sich der Hersteller im übertragenen Sinne auf die digitalen Verbindungen der nächsten Generation. Davon sollen nicht nur große Konzerne, sondern vor allem auch der Mittelstand profitieren.
Nvidia schreibt sich da auf die Fahnen, in Deutschland eine „KI-Fabrik“ mit 10.000 Blackwell-GPUs zu errichten. Herstellen will man dort nichts im klassischen Sinne, vielmehr geht es um eine digitale Cloud-Plattform, die darüber angeboten werden soll. Geschäftskunden können diese dann für ihre Zwecke anzapfen. Noch in dieser Woche will der CEO von Nvidia, Jensen Huang, deswegen nach Deutschland reisen und die ersten Partner bestätigen.
Vollmundig spricht Nvidia von der ersten „Industrial AI Cloud“. Einsetzen will man dafür die Systeme DGX B200 und RTX-Pro-Server. Die zuerst genannte Plattform beinhaltet je Node zwei Intel Xeon Platinum 8570 und acht Nvidia B200. In Sachen KI-Leistung liefert man damit bis zu 72 PFLOPS für das KI-Training und bis zu 144 PFLOPS fürs Inferencing. Das kostet auch eine Menge Strom – bis zu 14,3 kW. Die Server der Reihe RTX Pro beinhalten acht RTX Pro 6000 Blackwell der Server Edition.
Wo Nvidia besagte AI Factory aufbauen will, ist noch offen. Man verspricht, mit der Investition einen Push für die KI-Entwicklung in Europa liefern zu wollen. Als Kunden visiert man am Ende zum Beispiel Unternehmen aus dem Bereich Robotik und mehr an. Auch digitale Zwillinge von etwa Fabriken sollen sich über die bereitgestellte Industrial AI Cloud realisieren lassen.
In der entsprechenden Pressemitteilung betreibt Nvidia im Übrigen zudem reichlich Namedropping und verweist auf bestehende Partnerschaften mit deutschen Unternehmen wie BMW, SAP oder Mercedes-Benz. Auch auf seine Kooperationen mit deutschen Hochschulen wie der Friedrich-Alexander-Universität von Erlangen-Nuremberg weist man da gleich nochmal hin.
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6 months ago
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