
Im Winter hatte Nuki mit dem Smart Lock Ultra ein neues Modell vorgestellt. Mit dem Nuki Smart Lock Pro der fünften Generation gibt es die neuen Technologien jetzt auch ohne Zylindertausch. Beide smarten Türschlösser sind schneller und kompakter als die Vorgänger-Modelle und setzt auf eine native Matter-Anbindung per Thread-Funk. Unterschied vom neu vorgestellten Pro zum Ultra? 12 Millimeter Länge. Rein technisch betrachtet sind sich die beiden Modelle ansonsten recht ähnlich, um nicht zu sagen quasi identisch. Entsprechend verweise ich zusätzlich auf den Bericht von Caschy zum Ultra und fasse mich an einigen Stellen kürzer.
Die Montage des Nuki Smart Lock Pro gestaltete sich super einfach. Die App führt aber, falls nötig, auch durch den Montage-Prozess. Schlüssel in den Zylinder, Montageplatte wahlweise klemmen oder kleben. Da hier der Zylinder weit genug aus der Türe heraussteht, konnte ich mit kleinen Schrauben die Montageplatte mit Schrauben anbringen. Dann genügt es, das Smart Lock aufzustecken. Mit dem Pro bietet man also die Nuki-gewohnte Nachtrüstkompatibilität, ganz ohne Zylinderwechsel. Wichtig: Euer Zylinder muss mit einer Not- und Gefahrenfunktion ausgestattet sein, wie das eben bei einem smarten Türschloss üblich ist. Wenn ihr ohnehin den Zylinder tauschen müsst, dann könnt ihr auch direkt zum Ultra-Modell greifen – da liegt der passende Wechselzylinder im Lieferumfang bei.

Nach der Montage wird kurz kalibriert und das war es auch schon. Nuki führt auch hier prima durch das Onboarding. Ihr benötigt keinen Account für die Nuki-App und es muss auch nicht das Wi-Fi-Modul aktiviert werden. Per Matter können im Zuge der Ersteinrichtung weitere Smart-Home-Ökosysteme, etwa Apple Home, direkt verknüpft werden.

Der Kompromiss des Zylindertauschs, der vielfach in unseren Kommentarspalten moniert wurde, ist nicht mehr notwendig. Stattdessen eignet sich das Pro-Modell auch für Nutzer einer Schließanlage, die da nicht ohne weiteres einen Zylinder mit anderem Schlüssel verbauen wollen – wenngleich das Nuki jenen natürlich auch ersetzen kann.

Nuki hat mit dem Smart Lock Ultra und dem Smart Lock Pro ein wirklich wertiges Stück Technik gebaut. Die Verarbeitung ist 1A und mit dem Edelstahl wirkt das sehr hochwertig. Mir gefällt zudem die Idee, die Farbe passend zu einer Haustüre mit dem entsprechenden Basisring variabel wählen zu können. Die 12 Millimeter mehr Länge merkt man dem Gerät nicht an. Ohne die entsprechende Pressemitteilung oder einen Direktvergleich fällt das schlicht nicht auf.

Ansonsten? Gibt es die Nuki-übliche Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit. Altbekannte Funktionen wie Auto Unlock, sprich das automatische Türöffnen, wenn man in die Nähe kommt. Das Versenden von Einladungen sowie die Anbindung an diverse Smart-Home-Ökosysteme. Nuki bietet da abseits von Matter auch einige Möglichkeiten und gibt sich da unter anderem auch mit eigener API sowie MQTT-Integration breit aufgestellt und technologieoffen. Ich selbst habe das Lock über Thread an einen HomePod bzw. Apple TV angebunden und auch ohne WLAN funktioniert der Fernzugriff, wie gewünscht, problemlos – sollte im Vergleich durchaus einiges an Akku einsparen. Das Nuki-Zubehör, wie das Keypad, funktionieren direkt und ohne separate Bridge.
Das Öffnen der Haustüre ist schlüssellos gewohnt zuverlässig, sprich da macht ihr keine Kompromisse im Vergleich zum Ultra. Der neue Insane-Modus ist wirklich flott. Steht man vor der Haustüre, dann springt diese wirklich sofort auf. Die drei Modi hatte Caschy in Videoform ja bereits geteilt, da könnt ihr euch auch ein Bild zur Geschwindigkeit und Lautstärke machen. Der neue Gentle-Modus ist durchaus angenehm leise, dennoch passiert es, dass wir von Zeit zu Zeit beim automatischen, abendlichen Verriegeln kurz erschrecken.
Was mich wundert: Das manuelle Öffnen funktioniert bei mir (im Treppenhaus, mit mäßigem Empfang, bzw. wenn man vom Keller hochkommt, braucht dieser oder die Wi-Fi-Verbindung teils), mit Smartphone oder Smartwatch, teils langsam. Hierbei wird (derzeit? Bei mir?) augenscheinlich nicht auf eine Direktverbindung mit Bluetooth zurückgegriffen.

Bisher kann ich noch nichts auf lange Sicht über die Akkulaufzeit sagen, aber wenn man das so hochrechnet, kommt man da durchaus auch einige Monate hin und ich verwende da mit dem Insane-Modus das maximale der Gefühle. Habt ihr eine Steckdose neben der Haustüre, dann kann mit dem magnetischen Kabel auch mal problemlos geladen werden, während das Smart Lock weiter im Betrieb bleibt. Das geht dann aber eben nur mit proprietärem Anschluss über magnetische Pogo-Pins.

Die Kompaktheit leistet natürlich auch einen kleineren Tribut: So ist es nicht ohne weiteres möglich, den Akku (selbst) zu tauschen. Das beeinträchtigt nicht die Funktionalität, aber einen eventuellen langfristigen Einsatz, falls irgendwann der Akku mal schlapp machen sollte, aber das Lock noch gut in Schuss ist.

Unterm Strich? Für 269 Euro, ohne weiteres Zubehör, nicht unbedingt das günstigste Smart Lock, aber sicherlich eines der flexibelsten und hochwertigsten am Markt. App, Auto-Unlock sowie weitere Funktionen arbeiten zuverlässig und in den Händen eines europäischen Unternehmens. Für Bestandskunden lohnt sich ein Upgrade wohl weiterhin eher weniger, es sei denn Optik und der Insane-Modus sind ein Thema. Wer aber nur auf ein Modell gewartet hat, mit der Ultra-Technologie, und ohne Zylindertausch: Der kann jetzt endlich zugreifen und ist dann auch günstiger unterwegs.
Ich für meinen Teil bin außerdem gespannt, auf das Aliro-kompatible Zubehör mit UWB, welches man anteaserte. Da dürfte es auch die von vielen ersehnte Anbindung an Apple Home Key und das Apple Wallet geben, auch wenn ich die wahrlich nicht vermisse und in meinem Use-Case nur für sehr spezielle Fälle als sinnvoll erachte. Den Rest regelt auch derzeit schon die gute Auto-Unlock-Funktionalität sowie die Möglichkeiten zum Entsperren per Fingerabdruck oder Code über ein Keypad.
Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

11 months ago
11


