
Das Jahr 2026 startet bei Notion mit dem Update auf Version 3.2. Der Fokus des Releases liegt offensichtlich darauf, die Kluft zwischen der Desktop- und der mobilen Nutzung zu schließen und Nutzern mehr Kontrolle über die verwendeten KI-Modelle zu geben.
Bisher waren komplexe KI-Workflows oft an den Desktop gebunden. Mit Version 3.2 zieht die mobile App nach. Relevant für die Praxis ist hauptsächlich die neue Transkriptions-Funktion für „AI Notes“: Aufnahmen und Transkriptionen laufen nun weiter, auch wenn man die App wechselt oder den Bildschirm sperrt. Die KI fasst die Inhalte im Anschluss automatisch zusammen und extrahiert Action-Items.

Auch der „Notion Agent“ ist nun vollumfänglich mobil verfügbar. Funktionen, die bislang dem Desktop vorbehalten waren – wie das Erstellen von Datenbanken, Formularen oder die Suche im gesamten Unternehmens-Kontext -, lassen sich jetzt vom Smartphone aus anstoßen. Der Agent arbeitet dabei im Hintergrund, man muss also nicht warten, bis eine Aufgabe erledigt ist, bevor man die nächste startet.
Hinzu ist die Öffnung der Modell-Architektur. Notion bindet sich nicht an einen Anbieter, sondern integriert die aktuellen Flaggschiffe direkt. Nutzer haben nun die Wahl zwischen:
- GPT-5.2
- Claude Opus 4.5
- Gemini 3

Alternativ wählt ihr die Einstellung „Auto“ das für den jeweiligen Task passendste Modell. Ein wichtiges Detail dabei: Der Kontext der Konversation bleibt erhalten, auch wenn man mitten im Chat das Modell wechselt. Admins im Enterprise-Bereich erhalten zudem neue Analyse-Tools, um nachzuvollziehen, welche Teams die KI-Funktionen wie intensiv nutzen.
Für Teams, die zweigleisig mit Jira und Notion fahren, wurde die Schnittstelle überarbeitet. Jira-Tickets lassen sich nun mit Notion-spezifischen Eigenschaften (wie Quartalszielen und so) anreichern, ohne die Daten in Jira zu verändern. Enterprise-Kunden erhalten zudem eine bidirektionale Synchronisation: Schlüsselfelder in Jira können direkt aus Notion heraus bearbeitet werden.

Neu eingeführt wird das „People Directory“. Dabei handelt es sich um eine vordefinierte, aber anpassbare Datenbank aller Workspace-Mitglieder, die sich optional auch aus HR-Systemen speisen lässt. Zu finden ist diese Übersicht in den Einstellungen unter „Members“.
Unter der Haube hat Notion an der Geschwindigkeit geschraubt. Laut den Release-Notes laden Seiten im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel schneller. Notion Mail unterstützt nun übrigens Multi-Account-Setups, was den Wechsel zwischen privaten und geschäftlichen Konten ermöglicht. Zudem können E-Mails jetzt direkt als Notion-Seite gespeichert werden, was die Archivierung von Projektkommunikation erleichtert.
Weitere Detailverbesserungen:
- Kalender: Das Kontext-Panel lässt sich für eine Vollbildansicht ausblenden.
- Suche: Die In-Page-Suche erkennt nun diakritische Zeichen korrekt (z. B. bei „Café“ oder „naïve“).
- Automatisierungen: Visuelles Feedback durch einen Konfetti-Effekt bei erfolgreicher Ausführung.
Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

1 month ago
4


