Nintendo Switch 2: Next-Gen-Upgrades für „The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom“ und mehr ausprobiert

6 months ago 7

Die Nintendo Switch 2 ist seit dem 5. Juni 2025 verfügbar. Nachdem ich mit der 1. Generation so gar nicht warm geworden bin, habe ich mit der neuen Konsole einen neuen Anlauf gewagt. Der Vorteil: Für mich hat es sich gelohnt, zum Launch einige Last-Gen-Games nachzuholen, die mit kostenlosen Next-Gen-Upgrades versorgt worden sind. Von meinen ersten Erfahrungen mit Titeln wie „Super Mario Odyssey“, „Super Mario 3D World“ und „The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom“ berichte ich euch an dieser Stelle.

So hat mich an der Nintendo Switch immer abgeschreckt, dass die Spiele einfach an einem aktuellen 4K-TV sehr bescheiden aussehen. Die Switch 2 kann nun endlich ein 4K-Signal ausgegeben – optional auch mit HDR. Einige First-Party-Spiele haben dafür Gratis-Aktualisierungen bekommen, was zugegebenermaßen auch meine Auswahl stark beeinflusst hat. So stelle ich euch in diesem Post vier Spiele vor, die bereits entsprechende Updates erhalten haben.

New Super Mario Bros. U Deluxe

„New Super Mario Bros. U“ ist, der Name verrät es, ursprünglich bereits 2012 als Launch-Titel für die Wii U auf den Markt gekommen. Die Deluxe-Version ist dann 2019 für die Switch auf den Markt gekommen. Und jetzt gibt es eben zum Launch der Nintendo Switch 2 ein passendes Grafik-Update. Das Spiel sieht inzwischen auch am Fernseher klasse und knackscharf aus, auch wenn man das natürlich von einem 13 Jahre alten Spiel auf einer neuen Konsole erwarten sollte. So scheint das Spiel im Docked-Modus in nativem 4K zu laufen – und eben in nativem 1080p im Handheld-Modus.

In beiden Fällen liefert „New Super Mario Bros. U“ stabile 60 fps. Weitere, technische Verbesserungen hat es jedoch nicht gegeben. Das Gameplay dieses Titels finde ich im Übrigen ein wenig schwach für ein First-Party-Spiel von Nintendo. So sind die meisten Levels recht kurz, was zwar unterwegs nett ist, aber schnell für Monotonie sorgt, zockt man einen Abschnitt nach dem nächsten auf der Couch. Da liegt „Super Mario Bros. Wonder“ weit vorne, das aber bedauerlicherweise noch kein Switch-2-Upgrade erhalten hat.

Super Mario 3D World + Bowser’s Fury

Von „Super Mario 3D World + Bowser’s Fury“ hatte ich mit nicht allzu viel versprochen und den Titel mehr wegen eines Kombi-Deals mitgenommen. Auch dieses Spiel ist als „Super Mario 3D World“ ursprünglich bereits 2013 für die Nintendo Wii U erschienen. 2021 folgte dann die aufgepeppte Portierung für die Switch, inklusive des neuen Teils „Bowser’s Fury“. Jetzt liegt dieser Titel eben auch in einer aufgewerteten Variante für die Switch 2 vor.

Der Grafikstil hat sich dabei nicht gewandelt und ist zur Wii-U- bzw. Switch-Version identisch. Dafür hat sich aber die Auflösung massiv erhöht: Das Interface sieht für mich nach nativem 4K auf, das restliche Spiel scheint mit 1440p im Docked-Modus zu laufen. Im Handheld-Modus sind es nach meinem Eindruck native 1080p – beides mit 60 fps. Speziell in „Bowser’s Fury“ gibt es auch noch als Sahnehäubchen HDR dazu. Das sieht richtig gut aus, wenn etwa der riesige Bowser feuerspeiend auf euch zustapft und das Bild mit seinem brennenden Atem aufblitzen lässt.

Aus meiner Sicht zeigt „Super Mario 3D World + Bowser’s Fury“, wie viel ein starkes Art-Design und ein kohärenter Stil ausmachen. Denn trotz seines Alters sieht das Spiel im Gesamtbild immer noch ansprechend aus. Der simple Stil funktioniert auch in der erhöhten Auflösung super und die saubere Bildqualität tut ihr Übriges. Der Titel ist für mich auch mit seinem abwechslungsreichen Gameplay eine positive Überraschung, in die ich noch gerne viel Zeit stecken werde.

Super Mario Odyssey

„Super Mario Odyssey“ ist 2017 für die Nintendo Switch erschienen. Das 3D-Abenteuer hat ein Next-Gen-Upgrade für die Switch 2 erhalten, das, schaut man sich Vergleichsvideos ab, eine enorme Aufwertung darstellt. Ich habe den Titel nie an der ersten Switch gespielt, bin aber an der Switch 2 sehr angetan von dem, was ich sehe. Am Fernseher bzw. im Docked-Modus läuft auch dieser Titel nach meinem Eindruck mit 1440p und wird sauber zu 4K hochskaliert. Mit HDR ergibt sich hier ein kräftiges, sauberes Bild.

So hat Nintendo nicht nur simpel die Auflösung erhöht, sondern sich auch anderer Aspekte angenommen. Etwa laufen die Hintergrundanimationen von Passanten in New Donk City nun mit voller Bildrate ab. Obendrein gibt es weniger Pop-in und das gesamte Bild wirkt deutlich sauberer und schärfer. Mit 60 fps spielt sich dieser Titel sowohl am TV als auch im Handheld-Modus aus meiner Sicht traumhaft. Lasst euch hier nicht von den stark komprimierten YouTube-Vergleichsvideos täuschen, welche das Upgrade nicht so deutlich machen.

„The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom“

Dieser Titel ist der einzige in diesem Beitrag, für den das Next-Gen-Upgrade kostenpflichtig ist – es sei denn, ihr habt Switch Online abonniert. Ich habe die 9,99 Euro springen lassen, zumal ich „The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom“ jetzt das allererste Mal zocke. Der Kauf und die Installation des Upgrade-Packs laufen im Übrigen sehr benutzerfreundlich ab. Denn nach der Transaktion wird automatisch erkannt, dass das Upgrade in eurem Besitz ist und sofort für die bestehende Installation angewendet.

Das hievt aber auch viele zusätzliche Daten auf das System – benötigen andere, physische Switch-Spiele, die ich besitze, nur 200 bis 400 MByte an Daten auf dem internen Speicherplatz der Switch 2, so belegt „The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom“ nach dem Upgrade dann doch 4 GByte. Vergleicht man das mit Titeln für PC, Xbox Series X|S und PlayStation 5 ist das natürlich weiterhin lachhaft. Denn da sind Installationsgrößen von 100 bis 200 GByte schon lange erreicht.

„The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom“ läuft nun auf der Nintendo Switch 2 in hochskaliertem 4K mit 60 fps. Soweit ich weiß, hat dieser Titel die erste Generation der Konsole arg an ihre Grenzen gebracht. Davon spürt man an der Switch 2 nichts mehr. Im Docked-Modus läuft der Titel mit 1440p und 60 fps – im Handheld-Modus mit 900p und 60 fps. Hier sollte man aber nicht nur auf die bloßen Auflösungen blicken, denn aufgrund von AMDs Upscaling-Technik FSR lief das Spiel auf der ersten Switch mit schlechter Bildqualität und einem sehr soften Look. Davon hat man sich auf der Switch 2 verabschiedet.

Zumal es nicht mehr zu den Framerate- und Auflösungs-Einbrüchen kommt, die „The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom“ noch auf der ersten Switch geplagt haben. Insofern kann ich mich wohl glücklich schätzen, diesen Hit zuvor nie gespielt zu haben. Denn jetzt kann ich ihn in technisch deutlich besserer Qualität genießen. Zumal Nintendo auch für kürzere Ladezeiten an seiner aktuellen Plattform gesorgt hat. Außerdem hat man auch hier HDR eingebunden, was der vielseitigen, offenen Spielwelt nur zugutekommt. Was allerdings doch störend auffällt: Die Schatten flimmern sehr stark, was die Last-Gen-Wurzeln dieses Titels brachial offenlegt.

Im Übrigen beinhaltet das Upgrade auch Zusatzfunktionen über die Zelda-Notes-App. Etwa kann die App euch Hilfestellungen geben, um Schreine zu finden. Ein Muss ist das Ganze aber sicher nicht und damit läuft man auch Gefahr, aus der Immersion gerissen zu werden.

Mein erstes Fazit zu den Switch-2-Upgrades

Meiner Ansicht nach sind alle kostenlosen Next-Gen-Upgrades für die genannten Spiele der Nintendo Switch lohnenswert. Auch das kostenpflichtige Upgrade für „The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom“ habe ich nicht bereut. Letzten Endes spreche ich hier aber auch als Spieler, der die erste Nintendo Switch komplett links liegen gelassen hat. Wer die genannten Titel schon gezockt hat, muss sicherlich keine Ehrenrunde drehen, nur um die verbesserte Technik zu erkunden. Schließlich sind wir hier doch weit von Remakes entfernt.

Was mir noch fehlt, ist nun ein Upgrade für „Super Mario Bros. Wonder“. Das 2D-Abenteuer ist bereits auf meiner Nintendo Switch 2 installiert, sieht nun aber im Vergleich mit den aktualisierten Titeln doch arg veraltet aus. Hier hoffe ich, dass die Japaner sich noch zu einer Aktualisierung hinreißen lassen.

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