Netflix vs. Paramount: Das steckt hinter dem Kampf um Warner Bros. Discovery

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Warner Bros. Discovery (WBD) und Netflix hatten sich eigentlich auf einen Deal für die Übernahme des Hollywood-Studios geeinigt. Doch Paramount Skydance versucht Netflix in die Parade zu fahren und hat den Aktionären ein feindliches Übernahmeangebot unterbreitet. Hinter dem Kampf der Milliardenkonzerne steckt offenbar mehr, als die Beteiligten offen gerne zugeben wollen.

Beispielsweise behauptet David Ellison, CEO von Paramount Skydance und Sohn des Oracle-Mitbegründers und Milliardärs Larry Ellison, Warner Bros. Discovery hatte sein Angebot nicht ausreichend berücksichtigt. Er stellt es als in allen Punkten überlegen war. Was er nicht so offen sagt: Ein großer Teil des Kapitals sollte von einer Investmentgesellschaft aus dem Mittleren Osten stammen. Das machte offenbar die Führung von Warner Bros. Discovery äußerst skeptisch, denn das wäre eine Einladung an die Behörden gewesen, wegen nationaler Sicherheitsbedenken den Deal sehr genau unter die Lupe zu nehmen.

Deswegen sollen Ellisons wiederholte Aussagen, es gäbe wahrscheinlich weniger Widerstand der Kartellbehörden gegen eine Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Global als durch Netflix, so auch nicht stimmen. Offenbar spielte der Kaufpreis deswegen eben auch nicht die alleinige Rolle und man sah das Angebot von Netflix bei WBD als zuverlässiger an. Zumal Paramount Skydance seine Finanzpartner offenbar mehrfach wechselte. Sollte etwa zunächst der chinesische Konzern Tencent als Geldgeber beteiligt sein, so schwenkte man später zu einem Investmentfonds aus dem arabischen Raum um.

Warner Bros. Discovery sah darin am Ende erhebliche Hürden für behördliche Genehmigungen, Bedenken, die Paramount Skydance offensichtlich nicht zerstreuen konnte. So konnte man nach monatelangen Gesprächen und korrigierten bzw. erhöhten Angeboten kein Abkommen erzielen – und musste sich Netflix geschlagen geben. Wie die Financial Times berichtet, soll die Wut da bei den Ellisons aber eben so groß gewesen sein, dass am Ende das feindliche Übernahmeangebot herausgekommen ist.

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