Nach Siri-Fail: Apple setzt für KI-Modelle auf Google Gemini

1 month ago 5

Der große KI-Deal zwischen Apple und Google ist offensichtlich besiegelt: Google-Technik stellt künftig die Basis für Apples Foundation-Modelle, wie der iPhone-Konzern am Montag gegenüber CNBC mitteilte und zugleich betonte, das sorge für „innovative neue Erlebnisse“. Die Entscheidung sei nach sorgfältiger Prüfung getroffen worden, so das Unternehmen.

Es handelt sich um eine auf mehrere Jahre angelegte Partnerschaft, die sowohl Googles Gemini-Modelle als auch Googles Cloud-Technik umfasst, schreibt CNBC. Konkrete weitere Details sind bislang noch nicht durchgedrungen.

Der Schritt wäre ein stilles Eingeständnis, dass Apple die Eigenentwicklung wettbewerbsfähiger Foundation-Modellen offenbar nicht stemmen konnte. Aktuell setzt der Konzern für Apple Intelligence auf zwei hauseigene Sprachmodelle: Ein kompaktes, das lokal auf den Geräten läuft, sowie ein mittelgroßes in Apples Cloud. Fähigkeiten und Funktionsumfang sind begrenzt. Als Erweiterung ist über die Apple-Intelligence- und Siri-Bedienoberfläche außerdem ChatGPT verfügbar – läuft dafür aber ganz normal auf OpenAIs Servern.

Nach dem verstolperten Start von Apple Intelligence und aufgeschobenen Neuerungen bei Siri hat Apples KI-Chef seinen Posten im Dezember geräumt, nachbesetzt wird dieser auf höchster Ebene nicht mehr. Apple hat aber bereits einen neuen AI-Manager angeheuert, der zuvor als Engineering-Chef des Gemini-Chatbots bei Google gearbeitet hatte. Der Schritt untermauerte bereits Gerüchte, dass KI-Modell auf Gemini-Basis Siri letztlich auf neue Beine stellen sollen.

Vor zwei Jahren versprach Apple einen massiven Neuanfang für das als vollkommen überaltert geltende Sprachassistenzsystem Siri: Es sollte demnach mit persönlichen Daten des Nutzers arbeiten und Aktionen über Apps hinweg ausführen können. Erste Funktionen wurden bereits in einer Werbekampagne vermarktet, bis Apple schließlich einräumen musste, mehr Zeit für die Umsetzung zu benötigen – die Features sollen nun im laufenden Jahr folgen.

Google hat mit seinem jüngsten Modell Gemini 3 für Wirbel in der Branche gesorgt und zum Jahresende OpenAI erstmals sichtlich unter Druck gesetzt. Dort wurde mit hektischen Modell- und Funktionsneuerungen rund um ChatGPT gekontert.

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(lbe)

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