
Auf dem Mobile World Congress 2026 in Barcelona zeigen Vodafone, Ericsson und Sony eine Lösung, die professionellen Fotografen das Leben leichter machen soll. Es geht um die zuverlässige Übertragung von Bildern über 5G Network Slicing. Das Problem: Bei Großveranstaltungen wie Konzerten oder Fußballspielen sind die Mobilfunknetze oft dicht, weil Zehntausende gleichzeitig online sind. Pressefotografen müssen ihre Bilder aber schnellstmöglich an die Redaktionen senden. Hier setzt die vorgestellte Technik an.
Durch Network Slicing wird ein virtueller Netzabschnitt reserviert. Man kann sich das wie eine eigene Spur auf der Datenautobahn vorstellen, die exklusiv für einen bestimmten Zeitraum gebucht wird. In diesem Bereich garantiert das Netz eine feste Bandbreite, sodass die Fotos ohne Verzögerung übertragen werden, auch wenn das restliche Netz am Anschlag läuft. Zum Einsatz kommen dabei Kameras von Sony in Verbindung mit tragbaren Datenübertragungsgeräten vom Typ PDT-FP1 sowie einer speziellen App. Über das 5G-Netz von Vodafone stellt diese Anwendung die Verbindung zwischen Kamera und Cloud her. Im Hintergrund arbeiten programmierbare Schnittstellen und Netzfunktionen der Ericsson-Tochter Vonage, die CAMARA-konforme 5G-Funktionen bereitstellen. Diese lassen sich flexibel buchen.
Da klingeln natürlich sicherlich nicht nur mir die Ohren, Stichwort Netzneutralität. Aber das Ganze scheint geschickt verpackt. Die EU-Regulierung (Gremium BEREC) erlaubt sogenannte Spezialdienste (Specialized Services). Network Slicing fällt unter diese Kategorie, sofern drei Bedingungen erfüllt sind. Ein Stadionbesucher, der nur auf Instagram surft, merkt kaum einen Unterschied, ob sein Bild 2 oder 4 Sekunden lädt. Ein Pressefotograf muss jedoch in Echtzeit liefern, um gegen die Konkurrenz zu bestehen. Da das Slicing hier eine garantierte Bandbreite für ein spezifisches Gerät (Sony PDT-FP1) schafft, wird es als technologische Notwendigkeit und nicht als Diskriminierung deklariert.
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4 days ago
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