
Telefónica hat auf dem Mobile World Congress 2026 in Barcelona ein System im Gepäck, das im Katastrophenfall die Kommunikation retten soll. Wenn in Krisengebieten die Infrastruktur am Boden liegt, lässt sich mit der gezeigten Lösung fix ein eigenes Netz aufziehen. Das Ganze nennt sich Mission-Critical-Lösung und setzt auf eine sogenannte 5G Tactical Bubble. Die Idee dahinter: Egal ob per Fahrzeug, Boot oder Drohne transportiert, soll in weniger als einer Stunde eine stabile Verbindung stehen. Das hilft Einsatzkräften, sich zu koordinieren, selbst wenn die regulären Masten keinen Strom mehr haben oder beschädigt sind.
Sobald das System vor Ort ist, wird erst einmal geschaut, wie die Lage aussieht. Wo brennt es, wo sind Menschen? Danach spannt sich die 5G-Blase auf und bindet alle nötigen Geräte ein. Solange ein Generator läuft, bleibt das Netz aktiv. Technisch setzt man hier auf einen Mix aus Satellitenanbindung, Richtfunk oder noch vorhandenem öffentlichen 5G, um die Daten rauszuschicken. Damit nicht alles verstopft, werden Daten per Fog Computing direkt vor Ort verarbeitet. Das spart Bandbreite und sorgt für schnellere Reaktionen.
Interessant ist der Einsatz von Drohnen und Robotik in diesem Szenario. Die Fluggeräte erkunden nicht nur schwer zugängliche Ecken aus der Luft, sondern können über Mobilfunksignale auch Vermisste orten. KI-Assistenten filtern dabei die Datenflut und melden Auffälligkeiten.
Am Messestand demonstrieren die Spanier das Ganze an einem Hochwasserszenario. Ein fiktives Stadtviertel ist überflutet, Strom und Netz sind weg. Eine mobile Einheit rollt an und baut eine abgeschirmte 5G-Zelle auf. Hier kommt Network Slicing zum Tragen. Das stellt sicher, dass kritische Anwendungen wie die Steuerung der Rettungsteams oder die Videoübertragung immer Priorität haben, unabhängig vom restlichen Datenverkehr. Telefónica hat sich für die Umsetzung diverse Partner ins Boot geholt, die Hardware und Know-how beisteuern.
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3 days ago
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