
Die GSMA meldet sich im Namen europäischer Mobilfunkbetreiber zu Wort und äußert klare Kritik an den geplanten Anpassungen des EU-Cybersecurity Act. Dabei geht es nicht um die grundsätzliche Ablehnung höherer Sicherheitsstandards – ganz im Gegenteil. Die Branche steht hinter dem Ziel, die Cybersicherheit zu verbessern. Was allerdings für Diskussionen sorgt, sind die Art der Umsetzung und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Unternehmen.
Die Mobilfunkanbieter sehen in den neuen Regularien eine finanzielle Belastung, die in keinem vernünftigen Verhältnis zum angestrebten Nutzen steht. Hinzu kommen Zeitpläne, die aus ihrer Sicht schlicht nicht realistisch sind. Die Befürchtung: Wenn Unternehmen zu viel Geld in die Erfüllung pauschaler Sicherheitsvorgaben für ihre Lieferketten stecken müssen, fehlen diese Mittel an anderer Stelle. Konkret geht es um Investitionen in den dringend benötigten Netzausbau und die digitale Modernisierung der Infrastruktur. Sicherlich geht es da auch um Themen wie: Huawei raus, andere Hardware rein.
Statt fester Vorgaben, die für alle gleichermaßen gelten sollen, schlägt die GSMA einen anderen Weg vor. Ein risikobasierter Ansatz könne es ermöglichen, die tatsächlichen Gefahren präziser einzuschätzen und Ressourcen gezielter einzusetzen, heißt es da. Dieser Vorschlag berücksichtigt auch die unterschiedlichen betrieblichen Realitäten der Unternehmen. Was für einen Anbieter funktioniert, muss nicht zwangsläufig für einen anderen sinnvoll sein.
Die Organisation macht auch deutlich, dass es wichtig ist, den einzelnen Ländern Spielraum bei der Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen zu lassen. Schließlich kennen sie ihre spezifischen Herausforderungen und Rahmenbedingungen noch immer am besten. Das zentrale Argument lautet: Sichere digitale Infrastruktur ist das Ziel, aber der Weg dorthin muss machbar sein. Zu strenge Auflagen, die die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Unternehmen gefährden, seien kontraproduktiv.
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1 month ago
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