Das französische Start-up Mistral bringt mit "Magistral" sein erstes Reasoning-Modell auf den Markt. Es soll logisches Denken in europäischen Sprachen ermöglichen.
Laut CEO Arthur Mensch soll das Modell mit etablierten Angeboten wie OpenAIs "o1" und DeepSeeks "R1" konkurrieren. Präsentiert wurde Magistral im Rahmen der London Tech Week. Der Release und die ausführliche Vorstellung sollen im Laufe des heutigen Tages erfolgen.
Reasoning-Modelle unterscheiden sich von klassischen Sprachmodellen durch ihre Fähigkeit, komplexe Probleme in mehreren Schritten logisch zu lösen. Laut Mensch sei Magistral "großartig in Mathematik" und "großartig im Programmieren". Benchmark-Ergebnisse gibt es bisher nicht.
Magistral soll in europäischen Sprachen denken
Eine Besonderheit von Magistral ist die Fähigkeit, logische Schlüsse in mehreren europäischen Sprachen zu ziehen. „Historisch gesehen konnten US-Modelle in Englisch und chinesische Modelle in Chinesisch denken“, sagte Mensch im Interview mit CNBC. Magistral soll diese Lücke schließen und beispielsweise auch in Französisch denken können. Der Fokus liege zunächst auf europäischen Sprachen, eine spätere Erweiterung auf weitere Sprachen sei laut Mistral geplant. Im Februar hatte das Unternehmen mit Saba ein Sprachmodell vorgestellt, das auf Arabisch und vielen Sprachen indischen Ursprungs trainiert wurde.
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Mistral verfolgt laut CNBC auch bei Magistral den Ansatz sogenannter Open-Weight-Modelle: Die Trainingsparameter des Modells sollen öffentlich zugänglich sein und können so etwa von Entwicklern angepasst werden. Damit könnte Magistral eine interessante Alternative zu anderen offenen Reasoning-Modellen wie Deepseeks R1 darstellen.
Unterstützt wird das Start-up von Microsoft. Der Technologiekonzern investiert neben OpenAI auch in Mistral und scheint damit auf mehrere KI-Strategien gleichzeitig zu setzen.



