
VeraCrypt-Nutzer schauen gerade etwas in die Röhre. Mounir Idrassi, der Hauptentwickler hinter der Software (die echt noch bei Sourceforge rumhängt), meldet sich nach längerer Funkstille zurück und hat schlechte Nachrichten im Gepäck. Microsoft hat sein Konto gesperrt, das er seit Jahren zum Signieren von Windows-Treibern und dem Bootloader genutzt hat.
Laut Idrassi kam das aus dem Nichts. Keine Mail, keine Vorwarnung, keine Begründung. Beim Login erscheint nur der Hinweis, dass das Konto dicht ist, laut Microsoft ohne Möglichkeit auf Einspruch. Idrassi hat nach eigenen Angaben versucht, über mehrere Support-Kanäle jemanden zu erreichen, gelandet ist er aber immer nur in automatisierten Antworten und Bot-Schleifen. Einen richtigen Ansprechpartner hat er nicht zu fassen bekommen. Was muss das für ein Horror sein.
Für VeraCrypt bedeutet das konkret, dass es aktuell keine neuen signierten Versionen für Windows gibt. Linux und macOS kann er weiter bedienen, aber der Großteil der Nutzer sitzt nun einmal auf Windows. Ohne Code-Signing-Zertifikat und ohne Zugriff auf das Microsoft-Konto klemmt jede Veröffentlichung, die einen signierten Treiber oder Bootloader braucht. Genau das ist bei einer Verschlüsselungssoftware zentral, denn Windows lässt unsignierte Komponenten nur mit Klimmzügen oder gar nicht durch.
Für Nutzer heißt das, dass VeraCrypt unter Windows zwar weiterläuft, Updates und Fehlerbehebungen aber erst einmal feststecken. Wer auf die Software angewiesen ist, sollte das im Hinterkopf behalten.
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1 week ago
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