Microsoft-Chef Satya Nadella warnt jetzt auch vor "Token-Maxing", dem unkritischen Einsatz von insbesondere den leistungsfähigsten KI-Modellen. "Die harte Wahrheit ist, dass die Grenzkosten der Produktivitätssteigerung zu den Grenzkosten des Tokens passen müssen", sagt Nadella in einem Interview. Frontier-Modelle sollten nicht für Alltagsprobleme verschwendet werden. Reines Token-Maxing führe nicht zu echtem Wirtschaftswachstum, auch wenn er selbst zugibt: "Ich bin auch ein Token-Maxer. Es macht süchtig."
Trotz dieser Warnung hat er eine weitreichende Vision für die Programmierung, die viele Token kosten wird: Entwickler würden künftig nicht mehr selbst Code schreiben, sondern Hunderte oder Tausende KI-Agenten beaufsichtigen. Die neue Kernkompetenz nennt er "cognitive coverage": das kognitive Durchdringen von Code, den Agenten geschrieben haben. "Ich habe ein Repository voller Code, der von Agenten geschrieben wurde. Ich durchdringe kognitiv, was passiert ist." Dafür brauche es weiterhin ein Informatikstudium, aber die Arbeit verändere sich grundlegend.
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