Micro LED: Markt wächst stark, allerdings nicht im TV-Bereich

1 week ago 4

Samsung bewirbt schon seit fast 10 Jahren die Technik Micro LED als „Next Big Thing“ im TV-Bereich. Allerdings konnte man bislang die Herstellungskosten nicht ausreichend senken, um da in der Breite etwas zu bewirken. Dabei vereinen Micro LED die Stärken von LCDs und OLEDs, ohne an den jeweiligen Schwächen zu leiden. Für 2026 rechnen die Marktforscher von Omdia nun mit einem Wachstum von 100 %. Man bewegt sich jedoch weiterhin in einer Nische. Obendrein sehen die Analysten das eigentliche Potenzial der Technik gar nicht mehr im TV-Bereich.

Omdia schätzt, dass 2025 rund 52,4 Mio. US-Dollar mit Micro LEDs eingenommen worden sind. Dies könnte sich 2026 auf 105,4 Mio. US-Dollar steigern. So sprechen die Marktforscher von reifenden Fertigungsprozessen und Adoption in neuen Bereichen. Da geht es jedoch nicht um Monitore oder Smart-TVs, sondern primär um Augmented Reality, Mixed Reality und Virtual Reality. Demnach könnten besondere kleinere Screens für einen Push sorgen.

Die obige Grafik zeigt es ja. Zwar dürften auch mehr Micro-LED-TVs über die Ladentheke wandern, vor allem der Bereich für öffentliche Bildschirme und AR, MR sowie VR könnten das Wachstum antreiben. Da sieht man bei Omdia rapides Wachstum bei LEDoS (Micro LED on Silicon) als Triebfeder. Dabei werden die Micro-LED-Chips quasi direkt auf dem Schaltkreis-Substrat aufgetragen. Die Herstellung ähnelt also mehr jener von traditionellen Computerchips als der von klassischen Display-Panels.

Weitere Chancen sieht Omdia für Micro LED auch in den Bereichen, in welchen Langlebigkeit und besondere Helligkeit eine erhebliche Rolle spielen – also etwa bei Fahrzeug-Displays bzw. Armaturen. Auch da könnte die Technik also breiter Fuß fassen. Bis 2032 könnten Micro LEDs daher für Einnahmen von 6,8 Mrd. US-Dollar sorgen und 4,4 % des Flachbildschirmmarktes repräsentieren. Im TV-Markt werden sie aber wohl selbst dann immer noch eine minimale Rolle spielen.

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