Der Konzern Meta betreibt mit dem Oversight Board ein unabhängiges, internationales Gremium, in dem Vertreter verschiedener Organisationen sowie Wissenschaftler sitzen. Das Board prüft regelmäßig verschiedene Aspekte der Plattformen von Meta, um dazu Verbesserungsvorschläge zu liefern. Jetzt hat man sich anlässlich des Kriegs zwischen den USA/Israel und dem Iran den Umgang mit KI-generiertem Content genauer betrachtet.
So müsse Meta laut dem Oversight Board dringend handeln, um für Nutzer transparenter zu machen, welche Inhalte KI-generiert sind. Denn es werden haufenweise Falschinformationen verbreitet. Meta sei auch in der Pflicht, verstärkt in Tools zu investieren, die KI-Inhalte erkennen und kennzeichnen können. Es bedürfe neuer Regeln und Vorgaben, um KI-Content klar auszuweisen. Immer öfter geschehe es mittlerweile, dass KI-Inhalte für echt gehalten würden – während authentische Aufnahmen aus Kriegsgebieten z. B. als KI-Manipulationen abgetan würden.
Dem Oversight Board sind da auch Fälle bekannt, in denen KI-Inhalte an Meta gemeldet wurden, aber am Ende weder geprüft noch entfernt werden. So nimmt man beim Board an, dass Meta leider selbst über dessen hauseigene KI-Tools erstellte Inhalte nicht konsequent nach den C2PA-Standards (Coalition for Content Provenance and Authenticity) beurteilt. Viele KI-generierte Inhalte würden schlichtweg gar nicht als solche markiert.
Die aktuellen KI-Kennzeichnungen von Meta empfindet das Oversight Board dabei generell als unzureichend. Wichtig sei, dass z. B. künstlich generierte Inhalte, die falsche Informationen enthalten, nicht mehr über den Algorithmus weiterverbreitet werden. Zudem müssten die Faktenchecker mehr Ressourcen erhalten und mit Priorität solche Inhalte prüfen, die sich um brisante Themen wie eben bewaffnete Konflikte drehen.
Das Oversight Board fordert daher von Meta höhere Investitionen in KI-Erkennungstools und strengere Einstufungen und Kennzeichnungen von künstlich generierten Inhalten, die zur Verbreitung von Falschinformationen genutzt werden. Zudem müsse es deutlichere Konsequenzen für Nutzer geben, die solche Inhalte generieren und verbreiten.
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