Matter 1.5.1: Kameras im Smart Home werden flexibler

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Meddl….ähh.. Matter, Leute

Die Connectivity Standards Alliance hat Matter 1.5.1 freigegeben. Die Version baut auf dem Kamera-Support von Matter 1.5 auf und kümmert sich vor allem um effizienteres Streaming, neue Medienformate und etwas mehr Spielraum bei der Geräteinstallation. Statt großer Neuerungen gibt es Feinschliff, der für Hersteller von Kameras, Klingeln und Zubehör aber recht relevant ist. Logo, greift nicht sofort, eure Geräte müssen das auch unterstützen.

Wichtigster Punkt aus Sicht der Praxis: Kameras können jetzt sauber mehrere Streams parallel liefern. Vorher musste für jeden Dienst oder jedes Gerät im Zweifel ein eigener Stream aufgemacht werden, was Bandbreite und Ressourcen zieht. Mit Multi-Stream lassen sich nun unterschiedliche Qualitäten parallel bereitstellen, etwa ein hochauflösender Stream fürs Recording, eine Variante mit geringerer Auflösung fürs Smartphone, ein Stream für Analysefunktionen und eigene Ströme für Mehrfachlinsen. Die Streams hängen in einer gemeinsamen Session, was Integrationen vereinfacht und Zugriffe stabiler macht, wenn mehrere Teilnehmer gleichzeitig auf dieselbe Kamera gehen.

Beim Thema Medienformate gibt es ebenfalls ein Update. Snapshot-Bilder dürfen nun im HEIC-Format übertragen werden. Das spart Speicher und Datenvolumen im Vergleich zu JPEG, ohne dass das Bild gleich matschig wird. Für aufgezeichnete Videos unterstützt Matter 1.5.1 HLS und DASH Upload auf Basis des CMAF Interface 2 Profils. Das passt besser zu dem, was viele Cloud und Medienplattformen ohnehin sprechen und erleichtert Anbindungen.

Auch an der Kamerasteuerung selbst wurde geschraubt. Die Vorgaben für Pan Tilt Zoom wurden angepasst, damit Installationen besser funktionieren, bei denen die Nullposition der Kamera nicht in der Mitte, sondern eher am Rand des Bewegungsbereichs liegt.

Parallel dazu fließt Arbeit in Gerätetypen rund um Klingel und Co. Türglocken unter Matter bekommen Fehlerkorrekturen und Stabilitätsverbesserungen, damit die Zusammenarbeit mit verschiedenen Plattformen nicht ins Stolpern gerät. Interessant für Smart-Home-Bastler: Chimes sind flexibler geworden. Controller können einen bestimmten Klingelton anfordern, statt nur den Standardsound zu starten. Damit lassen sich unterschiedliche Töne für verschiedene Türen nutzen oder saisonale Klänge abspielen. Auch Automationen, die an den Start eines Klingeltons gekoppelt sind, werden damit greifbarer.

Wie bei jeder Wartungsversion gehören viele kleinere Korrekturen und redaktionelle Anpassungen dazu, ein Großteil davon im Umfeld der Kamerafeatures aus Matter 1.5. Unterm Strich soll die Interoperabilität zwischen den schnell wachsenden Matter Geräten gestärkt werden. Wer im Detail reinschauen will, findet die technischen Infos in den offiziellen Matter 1.5.1 Spezifikationen der CSA.

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