
Immer mehr Menschen suchen nach Alternativen zu den großen, zentralisierten sozialen Netzwerken, und das dezentrale Netzwerk rund um Mastodon gewinnt dabei bei vielen an Bedeutung. Renaud, Technical Director bei Mastodon, und Imani, Lead Product Designerin, haben nun einen ausführlichen Ausblick auf die Pläne der kommenden ein bis zwei Jahre veröffentlicht.
Im Kern bleibt Mastodon eine Microblogging-Plattform – also eine App für kurze Texte, Gedanken und kreative Inhalte. Mastodon ist dabei Teil des sogenannten Fediverse, eines Netzwerks aus miteinander verbundenen sozialen Apps, die auf gemeinsamen Standards und Protokollen basieren.
Auf dem Entwicklungsplan für die nähere Zukunft stehen hauptsächlich drei Bereiche. Erstens soll die Plattform zugänglicher werden: Der Anmeldeprozess soll vereinfacht werden, ohne dabei die Idee der Serverauswahl zu verschleiern. Suche und Discovery-Funktionen sollen helfen, Communitys und Gespräche leichter zu finden.
Zweitens rücken unabhängige Server stärker in den Fokus. Aktuell landen viele Neulinge auf den größten Servern – was der dezentralen Idee von Mastodon eigentlich widerspricht. Neue Admin-Tools sollen kleineren Serverbetreibern die Moderation und Wartung erleichtern, etwa durch die Anbindung externer Blocklisten, Möglichkeiten zur automatischen Inhaltsprüfung oder durch die Auslagerung der Medienspeicherung an vertrauenswürdige Drittanbieter. Außerdem soll die Serversuche überarbeitet werden, um die Vielfalt der verfügbaren Communitys sichtbarer zu machen.
Drittens will Mastodon attraktiver für öffentliche Personen, Journalisten und Institutionen werden. Geplant sind ein überarbeitetes Profildesign, eine verbesserte Compose-Ansicht und eine neue E-Mail-Benachrichtigungsoption. Diese soll es ermöglichen, dass Menschen die Beiträge einer Organisation per Mail verfolgen können, auch wenn sie selbst noch keinen Mastodon-Account haben.
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2 weeks ago
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