Apple hat einen ersten Ausblick auf macOS 27 gegeben, das unter dem Namen Golden Gate im Herbst erscheinen soll. Der Fokus liegt klar auf der Integration von Siri AI, die auf der hauseigenen Apple Intelligence basiert.
Siri bekommt eine eigene App auf dem Mac und soll deutlich komplexere Aufgaben bewältigen. Man kann dem Assistenten künftig offene Fragen stellen oder Brainstorming-Sitzungen für Projekte starten. Spannend klingt die Visual Intelligence, bei der man einfach einen Screenshot von Inhalten wie PDFs oder Bildern macht und Siri dazu Fragen stellt oder Aktionen auslöst.
Die KI versteht zudem den persönlichen Kontext besser, findet also vergrabene E-Mails oder Fotos auf Zuruf. Siri AI startet allerdings erst später im Jahr und vorerst nur auf Englisch. Für Nutzer in der EU gibt es zudem die Einschränkung, dass die Funktionen zum Start auf dem iPhone und iPad fehlen, auf dem Mac sieht es dank Golden Gate aber wohl besser aus.
Unter der Haube hat Apple an der Optik gefeilt. Das neue Liquid Glass Design soll für bessere Lesbarkeit und höheren Kontrast sorgen, wobei sich die Intensität der Tönung über einen Schieberegler anpassen lässt. Die Performance wurde ebenfalls angefasst, was sich in schnelleren AirDrop-Übertragungen und flüssigerem Browsing im Netzwerk bemerkbar machen soll. Safari lernt dazu und gruppiert Tabs automatisch nach Themen, während eine neue Benachrichtigungsfunktion Webseiten auf Änderungen wie Preisstürze überwacht. Die neue Passwords-App hilft zudem aktiv dabei, unsichere Zugangsdaten mit einem Klick zu korrigieren.
Für die kreative Fraktion gibt es KI-gestützte Bildbearbeitung. Mit Tools wie Spatial Reframing lassen sich Fotos nachträglich neu ausrichten, während der Clean Up Modus störende Objekte entfernt. Im Image Playground können Nutzer Bilder in verschiedenen Stilen komplett neu generieren. Auch bei der Barrierefreiheit legt Apple nach und liefert eine automatische Untertitelfunktion für Videos, die sogar Übersetzungen beherrscht. Wer viel am Schreibtisch arbeitet, freut sich über den verbesserten Support für Ultrawide-Monitore, die nun bis zu 5K bei 120Hz unterstützen.
Eltern bekommen mit macOS 27 feinere Werkzeuge an die Hand. Die neue Funktion Ask to Browse zwingt Kinder dazu, Erlaubnis für den Besuch neuer Webseiten via iMessage einzuholen. Zudem erkennt das System nun auch Gewalt oder Gore in Medien und warnt davor. Die Einstellungen für Bildschirmzeiten wurden optisch überarbeitet und sind nun übersichtlicher in die Systemeinstellungen integriert. Mutige können die Entwickler-Beta bereits laden, doch aufgepasst:
Ich gehe dann mal installieren, in den nächsten Tagen folgen dementsprechend sicher viele Feature-Posts, denn Apple nennt das ganze Kleinklein nicht immer.
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