
Der Tarifdschungel (O-Ton Verbraucherzentrale) an deutschen Ladesäulen für Elektroautos steht in der Kritik. Der Verbraucherzentrale Bundesverband nimmt die aktuelle Situation unter die Lupe und sieht dringenden Handlungsbedarf. Die Kernforderung: Mehr Transparenz bei den Preisen für das Laden von E-Autos. Die Realität an deutschen Ladesäulen sei komplex. Verbraucher stehen vor einer Vielzahl unterschiedlicher Tarife und Vertragsmodelle. Diese Situation erschwert den Überblick und macht Preisvergleiche nahezu unmöglich. Der vzbv sieht darin ein wirtschaftliches Problem für die Nutzer von Elektrofahrzeugen.
Eine zentrale Meldestelle für Ladetarife könnte Abhilfe schaffen. Hier sollen sowohl die spontanen Ladepreise als auch die verschiedenen Vertragstarife erfasst und öffentlich zugänglich gemacht werden. Preisänderungen müssten dann zeitnah in diesem System erscheinen. Die Verbraucherschützer nehmen auch die Infrastruktur in den Fokus. Bei der Vergabe neuer Ladepunkte soll mehr Wettbewerb entstehen. Monopolstellungen einzelner Anbieter gilt es zu verhindern. Stattdessen sollen mehrere Betreiber die Chance bekommen, die Ladeinfrastruktur auszubauen.
Auf europäischer Ebene sieht der vzbv ebenfalls Nachbesserungsbedarf. Die AFIR-Verordnung der EU enthält zwar Vorgaben zu fairen Preisen, bleibt aber in den Details vage. Die Europäische Kommission müsse hier nacharbeiten und klare Definitionen liefern.
Das Positionspapier befindet sich hier. Da wäre vielleicht einmal die Meinung von E-Auto-Fahrern unter unseren Lesern ganz interessant. Ich selbst kann da nur wenig zu sagen, da bei uns kein reines E-Auto im Haus ist – hier wird dann noch klassisch, mit Fahrrad oder E-Scooter gefahren.
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6 months ago
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