Deutschland gilt in Sache Sparen als eher konservativ. So legen beispielsweise im Vergleich zu anderen Ländern verhältnismäßig wenige Menschen ihr Geld in Aktien an. Kryptowährungen werden da oft noch skeptischer betrachtet, zumal man diese wirklich als Spekulationsobjekte sehen sollte. Doch laut einer Bitkom-Umfrage nimmt die Offenheit immerhin zu.
So hat ca. ein Viertel der Befragten angegeben, offen für Kryptowährungen zu sein. Unter den 30- bis 49-Jährigen sind es sogar fast ein Drittel der Befragten. Verallgemeinern kann man diese Ergebnisse aber nicht, da sie aus einer losen Meinungsumfrage per Telefon stammen. Dafür hatte Bitkom Research 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren befragt. Solche Umfragen sind immer sehr anfällig für Fehler und Störungen, geben also eher einen kleinen Fingerzeig.
Jedenfalls scheinen die Befragten offener für Investitionen in Kryptowährungen wie Bitcoin zu sein, da sie auf höhere Gewinne hoffen und zudem die Skepsis gegenüber Zentralbanken und dem Staat zugenommen hat. Wiederum ist die Angst vor Wertverlusten der häufigste Grund, den Kauf auszuschließen. 8 % der Befragten haben schon Kryptowährungen gekauft. Weitere 4 % geben an, das fest vorzuhaben.
14 % können sich das zumindest vorstellen, was aber an sich eine Luftnummer ist. Denn vorstellen können sich die meisten Menschen einiges, das sagt aber Nullkommanix über tatsächliches Verhalten aus. Etwa kann ich mir auch vorstellen, reicher als Elon Musk zu werden und die Welt zu regieren – kommen dürfte es dazu aber eher nicht.
71 % der Befragten wollen zunächst keine Kryptowährungen kaufen
Starke Ansage: 71 % der Befragten geben an, derzeit keine Kryptowährungen kaufen zu wollen. Auch ich selbst habe z. B. viel Geld in Aktien, ETFs und Derivate angelegt, mir sind Kryptowährungen für meine Zwecke aber zu spekulativ. Genau das kann aber auch für Interesse sorgen, da eben 46 % der Befragten angegeben haben, Gewinne durch steigende Werte von Kryptowährungen für verlockend zu halten. 26 % würden wiederum gerne ihr Geld vorm Zugriff durch den Staat absichern.
Zusätzlich spielt für 22 % Neugierde eine Rolle. Dazu kommen zum Beispiel 9 % die ihr Geld langfristig in Kryptowährungen anlegen wollen, 6 % die damit gerne bezahlen möchten und 3 % denen es um anonyme Geldtransfers geht. 76 % derjenigen, die wiederum für sich ausschließen Kryptowährungen zu kaufen, begründen das mit dem potenziellen Wertverlust. 54 % haben auch angegeben kein Interesse am Thema zu haben und 50 % haben Angst durch technische Probleme oder vergessene Passwörter Zugriff auf ihre Investitionen zu verlieren.
47 % haben angegeben aus Nachhaltigkeitsgründen skeptisch zu sein. Da nehme ich wiederum an, dass die soziale Erwünschtheit viele zu dieser Antwort hingerissen hat. Weitere 45 % geben an, Kryptowährungen seien nur etwas für „Zocker“. 44 % haben keine Ahnung, wofür sie Kryptowährungen verwenden sollten und 37 % haben Angst, Cyberkriminelle könnten ihnen ihr Vermögen in Form von Kryptowährungen stehlen. 29 % finden auch den Erwerb zu kompliziert bzw. 27 % haben Angst schon beim Kauf betrogen zu werden. 26 % geben zu, keinen Schimmer davon zu haben, wie man überhaupt Kryptowährungen kauft.
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6 months ago
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