Kindle Scribe und Kindle Scribe Colorsoft: Neue Hardware angekündigt

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Amazon schickt ab dem 8. April eine neue Generation des Kindle Scribe an den Start, dazu kommt mit dem Kindle Scribe Colorsoft das erste Modell mit Farbdisplay. Gedacht sind beide Geräte für Leute, die viel lesen und Notizen festhalten.

Der klassische Kindle Scribe wurde an mehreren Stellen überarbeitet. Das Gerät ist jetzt 5,4 mm dünn und rund 400 g schwer, das 11-Zoll-Panel entspricht in den Proportionen eher einem Blatt Papier und spiegelt laut Amazon nicht. Die neue Generation soll ungefähr 40 Prozent schneller reagieren, was beim Schreiben und Blättern helfen soll.

Im Inneren stecken ein neuer Quad-Core-Chip und mehr RAM, dazu kommt eine überarbeitete Oxid-Display-Technik. Das Frontlicht nutzt nun mehr, dichter platzierte LEDs, die Ausleuchtung soll gleichmäßiger sein, die Ränder konnten dadurch schmaler werden. Die Displayoberfläche wurde leicht angeraut, damit der Stift mehr Widerstand hat, das Ziel ist ein Schreibgefühl nah am Notizblock. Die Parallaxe, also der Abstand zwischen Stiftspitze und „Tinte“, soll kaum noch auffallen.

Der Kindle Scribe Colorsoft setzt beim Gehäuse auf das gleiche Design, bringt aber ein farbiges Panel mit. Amazon setzt hier auf eine eigene Colorsoft-Technologie mit Farbfilter und Lichtleiter, dazu Nitrid-LEDs für die Beleuchtung. Damit will man sanfte Farben bieten, Texte und Zeichnungen sollen trotzdem scharf bleiben. Eine neue Rendering-Engine kümmert sich um Farbdarstellung und Stift-Latenz. Auch der Colorsoft ist logischerweise als Lesegerät mit Schreibfunktion gedacht, nicht als Tablet-Ersatz, ablenkende Apps oder Benachrichtigungen gibt es nicht, die Akkulaufzeit wird mit „Wochen“ angegeben.

Softwareseitig hat Amazon bei beiden Modellen einiges an Produktivität nachgeschoben. Der Startbildschirm zeigt Bücher, Dokumente und Notizbücher, die zuletzt geöffnet oder hinzugefügt wurden, Schnellnotizen dienen als schneller Zettelersatz. Nett für den Alltag ist die Anbindung an Google Drive und Microsoft OneDrive, PDFs und andere Dokumente lassen sich so einfacher importieren und mit Anmerkungen wieder exportieren. Notizen können zudem direkt zu OneNote wandern, wahlweise als umgewandelter Text oder als eingebettetes Bild. Neu ist auch eine KI-gestützte Suche im Notizbuch, die per normaler Sprache nach Einträgen sucht und eine Zusammenfassung anbietet, bei Bedarf mit Rückfragen. Für Skizzen stehen mehrere Stift- und Textmarkerfarben bereit, dazu gibt es ein Schattierungswerkzeug. Inhalte lassen sich in gemeinsamen Ordnern bündeln, egal ob Buch, Dokument oder Notiz.

Preislich geht es beim neuen Kindle Scribe ab satten 519,99 Euro los, der Kindle Scribe Colorsoft startet bei 649,99 Euro. Beide Modelle kommen mit einem Premium-Eingabestift, der magnetisch am Gerät hält und keine eigene Stromversorgung braucht. Wer viel mit PDFs, Manuskripten oder Mitschriften arbeitet und lieber auf E-Ink starrt als auf LCD, dürfte die Geräte im Blick behalten. Ab 8. April stehen sie dann offiziell im Handel.

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