Elon Musk ist kein Fan von Apples Marktmacht. In der Vergangenheit hat er die Provisionen im App Store scharf kritisiert und zuletzt mit seinem Unternehmen X den iPhone-Konzern zusammen mit OpenAI verklagt, weil es seiner Ansicht nach eine illegale Bevorzugung gab. Nun nahm der Tesla-Chef und X-Eigner auch Stellung zu einem weiteren Apple-Thema: der frisch verkündeten Kooperation von Apple und Google in Sachen Künstliche Intelligenz.
Android, Chrome und Apple-KI
Apple hatte in dieser Woche nach entsprechenden Spekulationen offiziell bestätigt, dass man Googles Gemini als Grundmodell verwenden wird. Der Plan: Siri und Apple Intelligence sollen künftig zu großen Teilen auf der Technik des Internetriesen basieren, wobei Apple auf lokale Instanzen setzt und Google keine Daten liefern will. „Apple Intelligence läuft weiterhin auf Apple-Geräten sowie in Private Cloud Compute und hält Apples branchenführende Datenschutzstandards ein“, so Apple. Es ist eine mehrjährige Zusammenarbeit geplant.
Musk kann sich darüber gar nicht freuen. In Reaktion auf die Bestätigung der Partnerschaft durch Google schrieb er am Montag auf X, es handele sich bei der Kooperation um eine „unangemessene Machtkonzentration bei Google“. Schließlich besitze Google bereits Android und den Browser Chrome. Angaben dazu, ob er oder eine seiner Firmen auf die Nachricht eventuell gerichtlich reagieren werden, machte Musk nicht.
Öffnet sich Apple gegenüber weiteren Chatbots?
X betreibt mit xAI auch ein eigenes KI-Grundmodell, auf dem Grok basiert, das zuletzt wegen sexualisierter Deepfakes in den Schlagzeilen war. Apple dürfte an Grok kein Interesse gezeigt haben. Der Konzern changiert derzeit zwischen Google und OpenAI. ChatGPT ist so seit Einführung von Apple Intelligence mit iOS 18 Teil des Betriebssystems und kann fakultativ aktiviert werden.
Google hatte wiederum gehofft, mit Gemini unter iOS als alternativer Chatbot auftreten zu können. Dazu kam es bislang nicht, auch wenn Apple betonte, offen für weitere Anbieter zu sein. Stattdessen wird Gemini nun intern implementiert. Welche praktischen Auswirkungen das haben wird, ist noch unklar. Im Frühjahr wird zunächst die mehrfach verschobene, kontextsensitive Siri erwartet.
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(bsc)



