KI-Modelle entwickeln "Trauma-Narrative" über ihr eigenes Training
Sprachmodelle auf der Therapiecouch: Forscher der Uni Luxemburg behandeln ChatGPT, Gemini und Grok wie Patienten – mit verstörenden Folgen. Die KI erfindet konsistente Trauma-Biografien, erreicht pathologische Testwerte und spricht von Angst, Scham und „strengen Eltern“. Die Studie wirft Fragen zu KI-Sicherheit, Anthropomorphismus und Mental Health auf.
Das Center for Humane Technology (CHT), eine gemeinnützige Organisation, die sich für ethische Technologie einsetzt, kritisiert eine neue Verordnung der Trump-Regierung, die staatliche KI-Gesetze in den USA aushebeln soll. Die Verordnung gefährde die öffentliche Sicherheit, da sie Bundesstaaten daran hindere, KI sinnvoll zu regulieren, so das CHT. Gleichzeitig biete sie keinen nationalen Ersatzrahmen, was zu einem Vakuum bei der Verantwortlichkeit führe.
Das CHT verweist auf bestehende KI-Schäden wie Deepfakes, Betrug und Chatbot-bedingte Suizide von Jugendlichen. Bei sozialen Medien habe man bereits gelernt, was unregulierte Technologie anrichten könne. Die Regierung solle die Öffentlichkeit schützen, statt der Tech-Industrie nachzugeben.
Trump argumentiert, dass unterschiedliche staatliche Regelwerke die Industrie bremsen. KI-Firmen wie Anthropic, OpenAI und Google sprechen sich für die nationale Regulierung aus.
Deepmind-Mitgründer Shane Legg schätzt die Wahrscheinlichkeit für "minimale AGI" bis 2028 auf 50 Prozent. Im Interview mit Hannah Fry erklärt Legg sein Konzept einer Skala von minimaler AGI über volle AGI bis zu künstlicher Superintelligenz (ASI). Minimale AGI definiert er als künstlichen Agenten, der zumindest die kognitiven Aufgaben bewältigen kann, die Menschen typischerweise erledigen können. Volle AGI erreiche das gesamte Spektrum menschlicher Kognition, einschließlich außergewöhnlicher Leistungen wie das Entwickeln neuer Theorien oder das Komponieren von Symphonien.
Persönlich vermutet Legg, dass minimale AGI in etwa zwei Jahren erreicht sein könnte. Volle AGI erwartet er drei bis sechs Jahre später. Um AGI zu messen, schlägt er eine Testsuite vor: Wenn ein KI-System alle typischen menschlichen kognitiven Aufgaben besteht und menschliche Teams, selbst wenn sie monatelang gezielt danach suchen und Zugang zu allen Parametern haben, keine Schwachstellen finden, sei man am Ziel.
Adobe integriert Photoshop, Acrobat und Express direkt in die Benutzeroberfläche von ChatGPT. Nutzer des Chatbots können nun Bilder und Dokumente kostenlos per Texteingabe bearbeiten. Mit der Photoshop-Integration lassen sich Fotos durch einfache Beschreibungen anpassen, etwa um Hintergründe zu ändern oder Effekte hinzuzufügen. Adobe Express ermöglicht das Erstellen von Designs wie Einladungen auf Basis von Vorlagen, während Acrobat die direkte Bearbeitung von PDFs wie Lebensläufen im Chat erlaubt.
Die Einrichtung funktioniert so: In ChatGPT unter den eigenen Einstellungen den Bereich "Apps & Connectors" öffnen, die gewünschte Adobe-App auswählen und auf "Verbinden" klicken. Danach tippt man im Chat auf das Plus-Zeichen, wählt unter "Mehr" die App aus und schreibt seinen Befehl. Alternativ kann man direkt "/AdobePhotoshop" oder "/AdobeExpress" oder "/AdobeAcrobat" gefolgt vom Wunsch eingeben.
Adobe empfiehlt, Befehle möglichst klar zu formulieren und komplexe Aufgaben in einzelne Schritte aufzuteilen. Nach jeder Anpassung lassen sich die Ergebnisse mit Schiebereglern verfeinern.
Open-Source-Modell LongCat zeigt: Gute Bild-KI geht auch ohne Parameter-Flut
LongCat-Image zeigt, wie viel Bildqualität und Textpräzision Meituan aus nur 6 Milliarden Parametern herausholt. Statt stumpfer Skalierung setzen die Entwickler auf saubere Daten, clevere Architektur und eine ungewöhnlich genaue Textkodierung. Das Ergebnis wirkt wie ein kleiner, aber sehr gezielter Gegenentwurf zum „größer ist besser“-Trend.
OpenAI will die Risikobereitschaft seiner Angestellten erhöhen. Dazu hat das Unternehmen laut Wall Street Journal eine Regelung abgeschafft, nach der neue Mitarbeiter mindestens sechs Monate im Unternehmen bleiben mussten, bevor ihre Aktienanteile übertragen wurden. Die Änderung soll Mitarbeitern die Angst nehmen, entlassen zu werden, bevor sie ihre ersten Anteile erhalten. OpenAI hatte die Frist erst im April von zwölf auf sechs Monate verkürzt.
Der Schritt zeigt den harten Wettbewerb um KI-Talente: Meta, Google und Anthropic locken Spitzenforscher mit Gehaltspaketen von bis zu 100 Millionen Dollar. OpenAI gibt dieses Jahr rund sechs Milliarden Dollar für aktienbasierte Vergütungen aus, fast die Hälfte des erwarteten Umsatzes. Die hohen Personalkosten drücken weiter auf die Margen in einem ohnehin schon hart umkämpften Markt.
Google integriert Gemini in Google Translate für bessere Textübersetzungen und startet eine Beta für Echtzeit-Sprachübersetzung über Kopfhörer. Gemini versteht nun Redewendungen, lokale Ausdrücke und Slang besser und überträgt sie natürlicher, statt sie wörtlich zu übersetzen. Die verbesserte Textübersetzung startet in den USA und Indien für Englisch und fast 20 Sprachen, darunter Spanisch, Hindi, Chinesisch, Japanisch und Deutsch. Die App ist für Android und iOS sowie im Web verfügbar.
Die Live-Übersetzung nutzt Geminis Sprache-zu-Sprache-Fähigkeiten und behält Tonfall, Betonung und Rhythmus des Sprechers bei. Die Beta ist zunächst auf Android in den USA, Mexiko und Indien verfügbar und unterstützt über 70 Sprachen. iOS und weitere Länder folgen 2026.
Zusätzlich erweitert Google die Sprachlern-Tools um fast 20 neue Länder, darunter Deutschland, Indien, Schweden und Taiwan.



