KI im Schulalltag: Fast jeder Vierte lässt Hausaufgaben von ChatGPT & Co erledigen

6 months ago 7

Eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt ein eher trauriges Bild der KI-Nutzung an deutschen Schulen. Die Befragung unter 502 Schülerinnen und Schülern im Alter von 14 bis 19 Jahren offenbart, dass bereits 23 Prozent ihre Hausaufgaben weitgehend von Künstlicher Intelligenz erledigen lassen. Diese Entwicklung spaltet die Schülerschaft: Während knapp über die Hälfte einen positiven Effekt auf ihre schulischen Leistungen sieht, befürchten 48 Prozent negative Auswirkungen auf ihre kognitiven Fähigkeiten.

Besonders interessant ist das schwindende Vertrauen in traditionelle Unterstützungssysteme. Fast ein Drittel der Befragten hält KI-Systeme für kompetenter bei der Hausaufgabenhilfe als die eigenen Eltern. Noch bedenklicher: 23 Prozent der Schülerinnen und Schüler attestieren der KI bessere Erklärungsfähigkeiten als ihren Lehrkräften.

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Rohleder plädiert für einen pragmatischen Umgang mit der neuen Technologie. Statt Verbote zu diskutieren, die von 44 Prozent der Befragten gefordert werden, empfiehlt er eine Integration von KI in den Schulalltag. Dies könnte auch dazu beitragen, die vorhandenen Ängste zu reduzieren – immerhin bereitet die KI-Entwicklung 47 Prozent der Schülerschaft Sorgen.

Die Herausforderung wird sein, einen ausgewogenen Umgang mit KI zu finden, der sowohl die Chancen nutzt als auch mögliche Risiken minimiert. Dabei scheint ein generelles Verbot keine zukunftsfähige Lösung zu sein. Grundsätzlich, so meine Meinung, sollte man das Ganze nicht verteufeln, man muss aber unbedingt Medienkompetenz in die Klassenräume bringen. Ich kann mir vorstellen, dass manche die Antworten nicht einmal kontrollieren. Und wer Googles KI-Vorschläge schon einmal gesehen hat, der weiß, was da teilweise für ein absolut unwahrer Müll vorgeschlagen wird. Gerade das Recherchieren mehrerer Quellen sorgt dafür, dass man einen Stoff anders aufnimmt, anstatt ihn einfach 1:1 zu übernehmen.

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