Fertigungsstopp Cyberangriff auf Jaguar kostet britische Wirtschaft fast zwei Milliarden Pfund
Ein massiver Hackerangriff hat den britischen Autobauer Jaguar Land Rover wochenlang lahmgelegt – und das Land in Aufruhr versetzt. Laut einem neuen Bericht ist der Vorfall das teuerste Cyber-Ereignis in der Geschichte Großbritanniens.
22.10.2025, 15.30 Uhr
Die Produktion läuft wieder: Ein Range Rover SUV auf dem Fließband im Automobilwerk von Jaguar Land Rover in Solihull, Großbritannien
Foto: Bloomberg / Getty ImagesEin Hackerangriff auf den Autobauer Jaguar Land Rover (JLR) hat der britischen Wirtschaft einen Schaden von schätzungsweise 1,9 Milliarden Pfund zugefügt. Dies geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht einer unabhängigen Cybersicherheits-Organisation hervor.
„Der Vorfall scheint das wirtschaftlich schädlichste Cyber-Ereignis zu sein, das Großbritannien je getroffen hat“, heißt es in dem Bericht des Cyber Monitoring Centre (CMC). Mehr als fünftausend Organisationen seien betroffen. Die Verluste könnten demnach noch höher ausfallen, falls es zu unerwarteten Verzögerungen bei der Wiederherstellung der Produktion komme. Ein JLR-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.
Die britische Regierung hatte JLR Ende September eine Kreditgarantie in Höhe von 1,5 Milliarden Pfund zur Verfügung gestellt, um die Zulieferer zu unterstützen. Die Schätzung des CMC spiegele die erhebliche Störung der Produktion bei JLR, seiner mehrstufigen Lieferkette und bei nachgelagerten Organisationen wie den Autohäusern wider, hieß es in dem Bericht weiter.
Der Chef von Jaguar Land Rover (JLR), Adrian Mardell (64), bezeichnete die Wiederaufnahme der Produktion nun als "wichtigen Moment für JLR und all unsere Stakeholder".



