Jensen Huang soll Beziehung zu chinesischer Spionin gehabt haben

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Die Financial Times hat in den vergangenen Tagen in mehreren Artikeln Nvidias Mitbegründer und CEO Jensen Huang schwere Vorwürfe gemacht. In der jüngsten Meldung heißt es, dass inzwischen auch US-Geheimdienste und die Regierung der Ansicht sind, Huang habe eine Liebesbeziehung zu einer chinesischen Spionin gehabt.

Wie die Financial Times und auch die New York Times berichten, soll es sich um Alice Huang handeln. Sie trägt denselben Nachnamen wie der Nvidia-Chef, eine Verwandtschaft besteht laut New York Times nicht. Alice Huang ist Managerin bei Megaspeed, einem Unternehmen mit Sitz in Singapur, aber chinesischen Wurzeln. Megaspeed wird seit Längerem vorgeworfen, via Singapur die mit Exportbeschränkungen belegten Nvidia-GPUs in großer Stückzahl nach China zu bringen. Die Rede ist von den für KI begehrten Chips im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar. Megaspeed rüstet unter anderem KI-Rechenzentren in Malaysia aus.

Alice Huang wird laut Quellen der Financial Times verdächtigt, für das chinesische Ministerium für Staatssicherheit zu arbeiten. Bereits im Mai 2026 sollen die US-Geheimdienste Präsident Donald Trump darauf hingewiesen haben, und auch auf eine Verbindung der Frau zu Jensen Huang. Dies soll im Vorfeld des Staatsbesuchs von Trump beim chinesischen Präsidenten Xi im Mai geschehen sein.

Bei dieser Reise war Jensen Huang zunächst nicht an Bord der Präsidentenmaschine. Trump soll ihn persönlich angerufen haben, damit er bei einem Zwischenstopp in Alaska zusteigen konnte. Beim Gegenbesuch von Xi in den USA im September war Jensen Huang dann einer der Gäste des Staatsbanketts.

Eine mögliche Nähe von Jensen Huang zu chinesischen Geheimdiensten gilt als problematisch, weil der Nvidia-CEO sich stets bemüht hat, die Exportbeschränkungen für besonders schnelle GPUs aufzuweichen. Dazu traf er sich mehrfach mit Trump, erste Genehmigungen für allerdings ältere Nvidia-GPUs gab es im August 2025. Die US-Regierung wurde dann an den Einnahmen der China-Geschäfte von AMD und Nvidia beteiligt. Die schnellsten Nvidia-GPUs mit Blackwell-Architektur dürfen aber weiterhin nicht nach China verkauft werden. Nach Singapur aber schon, wo eben Megaspeed sitzt, bei welchem Alice Huang arbeitet.

Megaspeed ist ein direkter Kunde von Nvidia, sodass das Unternehmen auf die Berichte der Financial Times auch antwortete, Jensen Huang treffe jedes Jahr „Tausende von Kunden“. Das sei der ganz normale Job eines CEOs. Der demokratische Senator Chris Coons, will das so nicht akzeptieren. Ab Januar ist er Vorsitzender des Außenausschusses des Senats, und will eine förmliche Untersuchung einleiten, wie er auf X schrieb. Bereits zuvor soll Jensen Huang sich einer nicht-öffentlichen Befragung durch Vertreter von gleich drei Senatsausschüssen stellen, berichtet die New York Times. Dies gilt aber als freiwilliges Entgegenkommen, ob sich Huang darauf einlässt, ist noch unklar.

(nie)

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