Stand: 30.09.2026, 05:13 Uhr
Iran trifft US-Schiff, Flugzeugträger weichen zurück: Teheran setzt die USA militärisch unter Druck – und kalkuliert fest den Sieg ein.
Kontakte über Vermittler, Dementis und taktische Verhärtungen Teherans, die üblichen Prophezeiungen Donald Trumps über das mehr oder weniger unmittelbar bevorstehende Ende der Krise. Zum Glück ist die Diplomatie noch nicht müde geworden, einen Ausweg zu suchen. Gestern ließ ein US-Beamter gegenüber CNN und Fox durchsickern, dass Trump bereit sei, einige Sanktionen aufzuheben und eingefrorene Gelder freizugeben, im Gegenzug für „konkrete Fortschritte beim Nuklearprogramm“.
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Dieser Artikel von Guido Olimpio entstand in Kooperation mit Corriere della Sera.
Unterdessen treffen aus der Region interessante Meldungen von der militärischen Front ein. Die erste erschien beim Sender NBC: Nach Angaben des Senders ist es den Iranern in den vergangenen Tagen gelungen, ein US-Schiff zu treffen und dabei mehr als ein Dutzend Marines zu verletzen. Das bestätigt, was bereits am 14. September von Fox News berichtet worden war. Demnach war eine Unterstützungseinheit betroffen, die vom Pentagon für den Schutz des Verkehrs durch die Straße von Hormus gechartert worden war.

Ein Experte schloss nicht aus, dass die beteiligten Soldaten mit der Bedienung von Anti-Drohnen-Systemen betraut waren, die zusätzlich am „Rumpf“ installiert worden waren. Die Pasdaran sollen jedoch Schäden verursacht haben, möglicherweise auch mit einer Rakete. Diese Information wurde umgehend mit Spekulationen in Verbindung gebracht, die am Wochenende aufkamen.
Iran drängt US-Flugzeugträger mit Kamikaze-Drohnen und Raketen zurück
Einige Beobachter erklärten unter Berufung auf chinesische Satellitenfotos, dass sich die beiden in die Operation eingebundenen US-Flugzeugträger weit aus dem Einsatzgebiet zurückgezogen hätten, aus Furcht, von Marschflugkörpern getroffen zu werden. Das Manöver wurde von einer doppelten Ankündigung mehrerer Pasdaran-Führer begleitet: Man verfüge über neue Waffen, um die feindliche Flotte anzugreifen, und sei bereit, die Vergeltungsschläge bis in den Indischen Ozean auszudehnen.
Der Geheimdienst der Revolutionsgarden hat nach Angaben einiger Analysten auf X seine Strategie öffentlich erläutert. Der Iran habe nicht nur den USA und ihren Einrichtungen Verluste zugefügt, sondern deren Stützpunkte auch so unsicher gemacht, dass ihr Schutz immer kostspieliger werde. Noch immer dieser Lesart folgend, hätten Geografie und verfügbare Waffenarsenale (erneut Kamikaze-Drohnen, Raketen) Washington gezwungen, seine Mittel abzuziehen oder zu zerstreuen.
Iranische Strategie: Kosten in die Höhe treiben
Tatsächlich – und das wurde auch von westlichen Medien ausführlich beschrieben – haben die USA Verbände nach Jordanien verlegt (das dennoch ins Visier geriet) oder nach Israel. Zudem ist die logistische Komponente geschwächt, die durch das Kommando in Bahrain repräsentiert wurde, den Sitz der 5. Flotte, der wiederholt angegriffen wurde, ebenso wie die Startbahnen in Katar oder in Saudi-Arabien. Nach Auffassung der Pasdaran würde die Entsendung weiterer Verstärkungen durch das Pentagon lediglich die Zahl der verfügbaren Ziele erhöhen.
In dieser Behauptung steckt ein Körnchen Wahrheit, aber auch ein guter Schuss Propaganda, die die Botschaft der Islamischen Republik seit Beginn des Konflikts widerspiegelt. Diese lautet, dass Iran zu leiden bereit sei, einen hohen Preis für eine mögliche neue Offensive der USA zu zahlen. Das Land sei sich jedoch sicher, am Ende zu triumphieren, weil den Gegnern Wille und Entschlossenheit fehlen würden, eine kostspielige Mission fortzusetzen, bei der es keine Garantie auf ein eindeutiges Ergebnis gibt. Hinzu kommt die zusätzliche Komplikation des Mangels an Abfangmunition für das Schutzschild, ein chronisches Problem, das sich kurzfristig nicht lösen lässt.
Die Trumpfkarten Hormus und Bab al-Mandab
Der Verweis auf die Geografie unterstreicht die Bedeutung der Trumpfkarten Straße von Hormus und Bab al-Mandab dank der Huthi-Miliz. Der militärische Widerstand ist mit einer Verhandlungsposition verknüpft, die auf eine neue Ordnung abzielt. Nichts werde sein wie zuvor, lautet der zentrale Slogan Teherans. All dies schützt die Islamische Republik jedoch nicht vor neuen Stürmen.
Trump kann jederzeit neue Angriffswellen anordnen (auch wenn es im Pentagon nicht wenige gibt, die ihm davon abraten), und es besteht das von Einigen beschworene Risiko einer Situation zwischen Krieg und Frieden, die sich endlos hinzieht, während die Gegner Alternativen finden.



