Iran: 'Werden Geografie des Krieges ändern'

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Stand: 22.09.2026, 11:43 Uhr

Von: Lukas Richter

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Iran droht nach Trumps Aussagen mit neuen Waffen und einer Ausweitung des Krieges.

Washington – Die Spannungen zwischen Iran und den USA setzen sich auch verbal fort. Nach einer scharfen Drohung von US-Präsident Donald Trump kündigen die iranischen Revolutionsgarden für den Fall neuer amerikanischer Angriffe eine deutlich ausgeweitete militärische Antwort an.

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Trump hatte in einem Interview mit Fox News erklärt, in naher Zukunft würden „sehr große Dinge“ passieren. Als mögliche Optionen nannte er, Iran „auszulöschen“, das Land wirtschaftlich „verrotten zu lassen“, sollte es zu keinem „Deal“ kommen. Der Sender-Korrespondent Trey Yingst beschrieb Trump als in einer Entscheidungsphase.

 Iran reagiert auf Trump mit drastischer Drohung

Iran droht nach Trumps Aussagen mit neuen Waffen und einer Ausweitung des Krieges. © © IMAGO / Newscom World / Archivbild

Darauf reagierte Hossein Mohebbi, Sprecher der iranischen Revolutionsgarden. Bei einem erneuten US-Angriff werde Iran „die Waffen und die Geografie des Krieges verändern“, sagte er nach Angaben iranischer Medien. Teheran werde zudem neue Waffen und militärische Systeme mit bisher nicht eingesetzten Fähigkeiten verwenden.

Revolutionsgarden drohen mit neuen Waffen

„Unsere Ziele werden nicht mehr unbedingt dieselben sein wie zuvor“, sagte Mohebbi. Iran verfüge über weitere Ziele, die bislang nicht angegriffen worden seien. Welche Waffen oder Regionen er konkret meinte, ließ er offen.

Die iranische Nachrichtenagentur Fars verbreitete die Aussagen. Dem Bericht zufolge kündigte Mohebbi „erhebliche Veränderungen“ bei Verteidigung und Gegenangriffen an. Die Welt werde von den neuen Fähigkeiten „erstaunt sein“, erklärte er demnach.

Streit um die Straße von Hormus

Mohebbi verband seine Drohung mit einer Bilanz des bisherigen Kriegsverlaufs aus iranischer Sicht. Er behauptete, die USA hätten mehrere strategische Niederlagen erlitten. Dazu zählte er vor allem das Scheitern Washingtons, die Straße von Hormus wieder vollständig für den Schiffsverkehr zu öffnen.

Der Seeweg bleibt stark beeinträchtigt, wie The Guardian berichtet. Iran greift demnach Handelsschiffe an und verlangt eine vorherige Genehmigung für die Passage auf einer von Teheran festgelegten Route. Die USA halten zugleich an einer Blockade iranischer Häfen fest und erhöhen den wirtschaftlichen Druck.

Die aktuelle militärische Auseinandersetzung hatte Ende Februar begonnen, nachdem die USA und Israel den Iran angegriffen hatten. Bereits im Juni 2025 hatte es eine zwölf Tage dauernde Konfrontation gegeben. Die zweite Phase dauerte nach Angaben von Fars rund 40 Tage und endete Anfang April mit einer Feuerpause.

Kämpfe im Jemen belasten die Region

Zusätzlichen Druck erzeugen die Kämpfe im Jemen. Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben Ziele in Saudi-Arabien angegriffen. Zugleich kontrollieren sie Gebiete an der Küste des Roten Meeres nahe der Meerenge Bab al-Mandab, einer wichtigen Route für den Welthandel.

Saudi-Arabien nutzt diese Strecke als Alternative zur gestörten Straße von Hormus. Angriffe auf Ölanlagen und andere Infrastruktur haben die Energiemärkte zusätzlich belastet. Auch in den USA sind die Treibstoffpreise teilweise auf Rekordhöhe gestiegen.

Diplomatische Gespräche zwischen Washington und Teheran stecken nach Angaben von The Guardian fest. Iran will die Straße von Hormus erst wieder freigeben, wenn seine Bedingungen erfüllt sind. Die USA setzen währenddessen ihre wirtschaftlichen und militärischen Maßnahmen gegen Teheran fort. Quellen: Fars News Agency, The Guardian, nif/red.

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