iPhone 17 Pro und iPhone 17 Pro Max im Test

4 months ago 7

Mit dem iPhone 17 Pro (Max) stellt Apple auch dieses Jahr wieder das technisch potenteste, teuerste und auffälligste iPhone ins Regal. Während in vielen Jahren das Pro-iPhone die Empfehlung war, ist das bereits im letzten Jahr nicht mehr der Fall gewesen. Die iPhone 17-Reihe zieht immer mehr nach und die Alleinstellungsmerkmale des Pro schwinden. Für den potenziellen Käufer ist das eine gute Sache, denn die 17er sind um einiges preiswerter als die Pro-iPhones. Doch lasst uns mal einen genaueren Blick auf das Pro Max werfen, das ich nun seit einiger Zeit nutze.

Das Design

Wer das Blog und generell die News rund um die neuen iPhones verfolgt hat, wird wissen, dass das Design im Vergleich zum Vorgänger nicht grundlegend verändert wurde. Dennoch kehren mit dem 17 Pro und Pro Max die abgerundeten Kanten nach und nach zurück. Vor allem der Übergang der Rückseite fließt jetzt nach hinten, was den Griff deutlich charmanter macht. Dazu kommt das neue Kameraplateau, das dem Anwender jetzt direkt ins Gesicht springt und immer noch Platz für die drei Kameras bietet. Vor allem aber bei der Materialwahl hat Apple etwas geändert. Das Titan ist verschwunden und Apple nutzt wieder Aluminium, das nicht mehr so robust ist, aber dafür besser Wärme ableitet und außerdem leichter ist. In puncto Robustheit habt ihr im Netz sicher etwas von #scratchgate gehört. Das Kameraplateau ist hauptsächlich an der Kante anfällig für Kratzer, da Aluminium mit der Farbe beschichtet wird und nicht direkt eingefärbt werden kann. Bei mir ist das bisher kein Problem, ich nutze das iPhone aber ohnehin immer mit einem Case.

Auch die Farben sind neu: Apple hat sich in diesem Jahr bei den Pro-iPhones für drei Farben entschieden: Silber, ein dunkles Blau und das knallige Orange. Während Caschy ein Gerät in Dunkelblau nutzt, habe ich hier den Boliden in Orange. Die Farbe gefällt oder eben nicht. Ich mag sie, vor allem in der Kombination mit einem schwarzen Case.

Apple hat auf der Rückseite noch eine abgesetzte Fläche eingebaut, die mit dem Ceramic Shield geschützt wird. Dadurch soll die Wärme noch besser vom Telefon transportiert werden. Ansonsten gibt es wenig Überraschungen. Im Rahmen sitzen dieselben Elemente, wie auch schon beim 16 Pro: Camera Control, Lautstärke-Tasten, Power-Taste, der Action-Button und (hierzulande noch verfügbar) der SIM-Slot.

Das Display

Die Front haben wir vergessen. Dort ist das 6,9 Zoll (ca. 18 cm) große Super Retina XDR Display zu finden. Das ist auch in diesem Jahr wieder eines der besten Displays am Markt und besitzt eine Auflösung von 2868 × 1320 Pixeln. Damit kommt es auf eine Pixeldichte von 460 ppi. Dank ProMotion mit bis zu 120 Hz bleibt das Display auch bei schnellen Bewegungen butterweich und selbst bei heller Sonneneinstrahlung ist es mit 1.000 nits Helligkeit gut ablesbar. Bei HDR kann die Anzeige auf 1.600 nits beziehungsweise 3.000 nits bei viel Licht aufdrehen.

Hier gab es bei den letzten Modellen schon nichts zu kritisieren, so auch in diesem Jahr. Wer sich ein Pro-Modell kauft, wird damit sehr zufrieden sein.

Die Performance & Akkulaufzeit

Auch bei der Performance ist das iPhone 17 Pro Max ein Spitzenreiter. Apple hat dem iPhone mit dem A19 Pro den wohl potentesten Smartphone-Chip am Markt spendiert. Alles läuft flüssig und selbst hartes Multitasking oder grafisch anspruchsvolle Spiele und AI-Last machen dem Chip nichts aus. Das war aber auch schon beim 15 Pro Max so. Der direkte Unterschied gerade wenn man von einem Gerät kommt, das zwei Jahre alt ist, ist meiner Meinung nach kaum spürbar, da Apple ohnehin schon immer mehr Resourcen in die Geräte ballert, als der Normalo benötigt.

Was mir während der Nutzung vor allem aufgefallen ist, ist die Wärme des Smartphones. Im direkten Vergleich mit dem 15 Pro Max ist das Gerät deutlich kühler.

Der eigentliche Vorteil des 17 Pro Max ist für mich die Akkulaufzeit. Im normalen Betrieb hielt das Pro Max im Test regelmäßig über einen Tag durch, bei moderater Nutzung waren nach 15 Stunden immer noch 30 Prozent Saft drin. Apple verspricht bis zu 39 Stunden Videowiedergabe; in der Praxis liegt das Maximalziel, wie immer, irgendwo darunter – aber deutlich besser als bei allen anderen iPhones. Dazu kommt, dass das neue iPhone nun mit 40 W auch schneller wieder fit ist. Wichtig wie immer: Akkulaufzeit ist komplett personenbezogen. Die Nutzung des iPhones besteht bei mir hauptsächlich aus “Arbeit” (Teams, Outlook, etc.) und klassischem Messaging, Social Media und YouTube. Daddeln findet bei mir auf dem Gerät nie statt, hab ich während des Tests aber natürlich ausprobiert.

KI – Das große Apple Missverständnis

Im Alltag fühlt sich das Pro Max an wie ein starker Rechner mit jeder Menge Luft nach oben. Man kann alles machen, mit einem großen Aber: Die großen, neuen AI-Features fehlen weiterhin. Siri bleibt im Vergleich zu Gemini oder GPT limitiert, viele neue Apple-Intelligence-Funktionen laufen im Hintergrund oder wirken wenig spektakulär. Klar, das iPhone kann viel aber für wirklich smarte Assistenten bleibt Apple weiter Beobachter. Gemini, ChatGPT und Co. können zwar genutzt werden, aber eine bessere Integration und die versprochenen Siri-Features wären hier und da schon wünschenswert.

Die Frage, die sich mir oft stellt: Ist das KI-Thema denn wirklich so relevant für viele? Anscheinend nicht, sonst hätte wohl Apple den Absatz nicht. Auch für mich spielen Writing Tools und Co. nicht wirklich eine Rolle. Auch Gemini oder ChatGPT benutze ich fast nie auf dem iPhone, es sei denn, man hat mal ein Thema, wo man mehr als googeln muss. In meinem Umfeld ist das ähnlich.

Die für mich wirklich relevanten Features sind die, die im Hintergrund laufen. Wo KI passiert, ohne das ich es mitbekomme, sei es bei der Gesichtserkennung in Fotos oder nützlichen Sachen im Fotoeditor. Gerade im Letzteren hätte ich vor allem gern mehr von Apple. Der Magic Eraser von Google ist dem Pendant von Apple meilenweit voraus. Auch hier gibt es wieder eine kleine Fußnote, denn Google nutzt dafür die Cloud, Apple das Gerät selbst. Wie seht ihr denn das Thema auf dem Smartphone? Trefft ihr eure Entscheidung nach der KI-Integration, so wie es die Unternehmen gern hätten?

Die Kameras

Das neue Kameramodul des iPhone 17 Pro Max ist rein optisch das auffälligste Redesign seit Jahren. Die „Plattform“ ersetzt die gewohnte Kamerainsel mit drei sauber eingelassenen 48-MP-Sensoren (Weitwinkel, Ultraweitwinkel, Tele) und bringt erstmals eine 48-MP-Tele-Linse samt großem Sprung bei Details und Zoom.

Die Tele-Kamera ist jetzt nicht mehr der ewige Kompromiss, sondern endlich ein vollwertiges Werkzeug bei Portraits und Fotografie mit langem Zoom. Die neue 4×-Optik liefert eine bessere Länge für Porträts und Details, der mir persönlich im Alltag viel besser gefällt als der alte 5×-Bereich. 8×-Zoom liefert Apple mit Center-Cropping und verbessertem Processing per KI nach und das gefällt mir ziemlich gut. Die Bilder sind knackscharf, mit viel Detail und vergleichsweise wenig typischen Artefakten, zumindest bei guter Beleuchtung.

1x-Zoom

2x-Zoom

4x-Zoom

8x-Zoom

Das Zusammenspiel zwischen den Linsen ist auch gelungen. Farb- und Belichtungsübergänge wirken beim Wechsel wie aus einem Guss, was besonders beim schnellen Zoomen und in Serienfotos auffällt. Die Farbabstimmung und Farbtiefe sind jetzt so konstant, dass ein Set aus mehreren Bildern mit verschiedenen Linsen kaum Unterschied im Look erkennen lässt.

Die Ultraweitwinkel-Kamera bleibt technisch auf Vorjahresniveau, ist aber nach wie vor für Gruppenshots, Landschaften oder Innenräume scharf und detailreich. Der Hauptsensor bleibt weiter ohne große Schwächen, besonders abends und in schwierigen Lichtsituationen spielt die Bildverarbeitung ihre Stärken aus. Der 2×-Crop auf diesem Sensor liefert in diesem Jahr sichtbar knackigere Ergebnisse als früher.

Eine wirkliche Verbesserung ist die neue Selfie-Kamera mit großem quadratischen Sensor und Center-Stage-Feature. Das automatische Anpassen des Rahmens funktioniert überraschend gut, holt je nach Perspektive ganz entspannt alle ins Bild und macht das Jonglieren mit Hoch- und Querformat überflüssig. Wer will, schaltet die Automatik ab und nutzt den Sensor einfach als sehr gute Standardkamera.

In Sachen Video bietet das iPhone 17 Pro Max alles, was das Herz begehrt. ProRes RAW-Aufnahme (sofern ein externer Speicher dranhängt), Genlock-Support, Apple Log2 und effektive neue Optionen für Bildschnitt und Color Grading sind mit dabei. Toll für alle, die gern mehr mit ihren Videos anstellen. Der Otto-Normalverbraucher bekommt damit einfach gute Videos hin, die durch eine hervorragende Stabilisierung glänzen.

Beim Thema Makro und Fokus zeigt sich aber auch, dass nicht alles super ist. Die Hauptkamera hat immer noch eine relativ lange Fokusgrenze, sodass man nicht besonders nah an Objekte herankann. Der Auto-Wechsel zwischen Makro und Standard nervt weiterhin hier und da, kann aber abgeschaltet werden. Auch der Nachtmodus ist speziell auf der Tele-Kamera noch zu sehr durch Processing gezeichnet. Man sieht vereinzelt übermäßige Schärfe und Körnung. Man kommt besser, wenn man in RAW aufnimmt und dann entsprechend nacharbeitet.

Insgesamt liefert das iPhone 17 Pro Max kameratechnisch eine hervorragende Alltagsleistung ab. Gerade die Flexibilität durch neue Zoomstufen, die einwandfreie Verarbeitung bei Crop-Zooms und die gute Software machen das Modell zu einem der Größen im Gebiet der mobilen Fotografie. Für den normalen Verbraucher, wird das iPhone 17 vollkommen ausreichen. Das Pro bietet einfach mehr Raum für kreatives Ausprobieren, vor allem im Bereich Video. Bilder gibt’s in einem separaten Google-Fotos-Album.

Das Fazit

Das iPhone 17 Pro Max bleibt das iPhone für alle, die das beste Gerät von Apple möchten. Apple liefert hier kein revolutionäres Update, sondern rundet Bestehendes weiter ab. Ein größerer Akku, leicht verbesserte Haptik, robustes Gehäuse, tolle Flexibilität bei der Kamera und mehr stecken drin.

Wer solche Ansprüche hat oder sich zu den Kreativen zählt, sollte zum Pro greifen. Alle anderen bekommen mit dem iPhone 17 oder dem Air mehr Smartphone für weniger Geld und mit ähnlichem Alltagskomfort.

Achtung! Während der obere Text vom Olli ist, grätsche ich, der Caschy, auch mal rein. Denn ich habe das kleinere Modell, zwar ein Pro, aber ohne Max. Es ist so extrem viel deckungsgleich, dass ich bedeutend weniger schreiben muss.

Ein neues Design beim iPhone – das gab es schon länger nicht mehr. Apple verabschiedet sich beim iPhone 17 Pro von der bekannten Bauweise mit Titan-Rahmen und Glasrückseite. Stattdessen kommt ein Unibody-Gehäuse aus Aluminium zum Einsatz. Besonders markant: Der große Kamera-Bereich ragt als Plateau aus der Rückseite heraus. Das erinnert an die Pixel-Smartphones von Google, fällt aber noch massiver aus. Plot Twist: Sehen Hüllen-Nutzer nicht so. Ich habe eine Rugged-Beats-Hülle, die mir extrem gut gefällt, obwohl ich lieber „nackt unterwegs“ bin. Aber hey, die Angst läuft ohne Hülle immer mit.

Die abgerundeten Kanten machen das 17 Pro angenehm griffig. Mit 204 Gramm ist es allerdings kein Leichtgewicht für ein kompaktes Smartphone. Das neue Gehäuse hat auch seine Tücken: Aluminium ist kratzempfindlicher als Glas, besonders an den Kanten des Kamera-Plateaus. Eine Schutzhülle schadet also nicht.

Das 6,3-Zoll-Display (16 cm) ist mein echtes Highlight. Die neue Antireflexbeschichtung verbessert die Ablesbarkeit bei Sonnenlicht und im Hellen spürbar. Die Dynamic Island für Selfie-Kamera und Benachrichtigungen ist weiterhin der zentrale Anlaufpunkt für wichtige Informationen. Die Bildwiederholrate von 120 Hertz sorgt für butterweiche Animationen. Wer die Vorgänger hatte, kennt das. Und ich bin ehrlich. Vermutlich, eher offensichtlich, müssen die Pro-Nutzer der letzten zwei Jahre gar nicht wechseln.

Unter der Haube werkelt der neue A19 Pro Chip. Apple spendiert dem iPhone erstmals eine Dampfkammer zur Kühlung – eine Technik, die bei Android-Smartphones schon länger Standard ist. Das zahlt sich aus: Auch bei längeren Gaming-Sessions bleibt mein Gehäuse angenehm kühl und die Leistung konstant hoch.

Die Akkulaufzeit macht einen Sprung nach vorne. Im Schnitt hält das 17 Pro länger durch. Wie Olli schon oben schrieb, das hängt natürlich ab, wie ihr mit der Kiste arbeitet. Aber ich bin merklich länger stromlos damit unterwegs. Ihr könnt es aber natürlich locker an einem halben Tag leerrocken, auch das gelang mir. Die meisten Nutzer kommen damit locker über den Tag, würde ich behaupten.

Bei den Kameras hat Apple kräftig nachgelegt. Drei 48-Megapixel-Sensoren auf der Rückseite liefern durchweg überzeugende Ergebnisse. Der neue 4-fach-Zoom ersetzt das 5-fach-Objektiv des Vorgängers und macht seine Sache meines Erachtens echt gut. Selbst bei 8-facher Vergrößerung sind die Fotos noch recht detailreich und farbtreu. Kommt natürlich auch auf die Umgebung an. Die Hauptkamera beherrscht zusätzlich einen 2-fach-Zoom per Sensor-Crop. Achtung, ich hatte nachbearbeitet, von daher nur so lala aussagekräftig:

Die Frontkamera macht mit 18 Megapixeln ebenfalls einen Sprung nach vorne. Sie unterstützt nun Center Stage, das automatische Nachführen des Bildausschnitts bei Videocalls. Bei Gruppen-Selfies schaltet die Kamera automatisch auf einen breiteren Bildausschnitt um, ohne das Smartphone drehen zu müssen. Klappt aber auch manuell, wenn ihr alleine vor dem Ding steht. Warum auch immer.

Das iPhone 17 Pro ist ein rundum gelungenes Smartphone. Das neue Design macht es zum Hingucker, die Kameras gehören zur absoluten Spitze und die Leistung stimmt. Der hohe Preis schmerzt, aber dafür bekommt man auch ein durchdachtes Gesamtpaket für die nächsten Jahre. Doch ich schrieb es bereits: Das iPhone 17 ist mein heimlicher Star des diesjährigen Line-ups und dürfte vielen, inklusive mir reichen. Denn wenn man viele Menschen fragt, warum sie zum Pro greifen, dann erntet man Schulterzucken. Pro scheint immer besser, obwohl man vielleicht komplett am eigenen Bedarf gekauft hat.

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