
Immich, die Selfhosting-Lösung für eure Fotos, liegt in Version 2.7.2 vor und räumt an mehreren Stellen auf, ohne das große Fass aufzumachen. Einiges dreht sich um den Asset Viewer und die Verwaltung von Dubletten, dazu kommen Sicherheitsfeatures und ein paar nervige Bugs, die jetzt vom Tisch sind. Gleichzeitig gibt es schon einen Blick Richtung Version 3.0.0, die bei alten x86-Kisten ein paar Spuren hinterlassen wird.

Nett für alle, die ihre Fotosammlung zentral pflegen, sind die kleineren Komfortfunktionen im Web-Frontend. Im Asset Viewer hängt jetzt direkt die Funktion „Aus Album entfernen“, das klappt sowohl für den Besitzer des Albums als auch für den Besitzer des Assets. In der Ordneransicht gibt es außerdem die Option, Medien in einen gesperrten Ordner zu verschieben, was die Trennung von „öffentlich“ und „privat“ etwas einfacher macht. Wer gern per Tastatur arbeitet, kann den Editor nun mit e öffnen, mit [ und ] das Bild um jeweils 90 Grad drehen und mit Enter speichern und schließen, das spart etwas Geklicke.

Beim Gesichtstagging erlaubt Immich jetzt das Anlegen neuer Personen direkt im Face-Tag-Editor, ohne Umweg über andere Menüs. Die Erkennung und Verwaltung von Dubletten hat sich ebenfalls weiterentwickelt. Logik, die vorher im Client lief, wandert auf den Server. Der schlägt anhand von Bildgröße und EXIF-Daten vor, welches Asset bleiben soll, und synchronisiert beim Aufräumen auch gleich Metadaten wie Alben, Favoritenstatus, Bewertung, Beschreibung, Sichtbarkeit, Standort und Tags. Details stehen in der aktualisierten Doku, der Dubletten-Screen wirkt damit weniger wie eine Bastellösung.
Unter der Haube geht es vor allem um Sicherheit und Infrastruktur. Neu ist die optionale Content Security Policy über Helmet. Darüber lassen sich erlaubte Skriptquellen, Bilddomänen und Header wie Referrer-Policy, X-Frame-Options oder X-Powered-By steuern. Das ist vor allem interessant für Setups mit eingebetteten iframes, eigenen Map-Diensten oder Custom CSS, die bisher schnell mit starren CSP-Defaults kollidiert wären.
Ein wichtiger technischer Hinweis betrifft die Machine-Learning-Komponente auf amd64-Kisten. Die benötigt aktuell mindestens x86-64-v2, ältere Prozessoren von vor grob 2010 können damit Probleme haben. Für die 2.x-Schiene ist ein Patch geplant, der wieder mit alten CPUs klarkommt, ab Version 3.0 soll x86-64-v2 dann aber Pflicht werden. arm64-Setups sind von der Geschichte nicht betroffen.
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1 week ago
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