Home Electronics Market Index: So lief das Jahr 2025 für die Branche

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Foto von Jakub Zerdzicki auf Unsplash

Die GFU hat gemeinsam mit den Marktforschern von NIQ wieder Zahlen auf den Tisch gelegt und den HEMIX für das komplette Jahr 2025 veröffentlicht. Nachdem es im Vorjahr noch bergab ging, hat sich der Markt für Home Electronics nun stabilisiert. Unterm Strich steht ein Gesamtumsatz von 46,9 Milliarden Euro, was exakt dem Niveau des Vorjahres entspricht. Es ist also eine gewisse Ruhe eingekehrt, auch wenn sich die einzelnen Segmente sehr unterschiedlich entwickelt haben.

Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt Gewinner und Verlierer. Während die klassische Unterhaltungselektronik und große Haushaltsgeräte schwächelten, sorgten IT und Gaming für den nötigen Ausgleich. Besonders Desktop-PCs legten beim Umsatz kräftig um fast 34 Prozent zu, Notebooks verzeichneten ein Plus von 13,5 Prozent. Hier dürften auslaufende Support-Zyklen und neue, leistungsstärkere Hardware-Generationen für Kaufanreize gesorgt haben. Auch im Gaming-Sektor lief es rund: Videospielkonsolen brachten es auf ein Umsatzwachstum von knapp 20 Prozent, getrieben durch höhere Durchschnittspreise und eine solide Nachfrage.

Weniger Erfreuliches gibt es aus dem TV-Segment zu berichten. Zwar wurden mengenmäßig über zwei Prozent mehr Fernseher verkauft, der Umsatz sackte jedoch um 6,3 Prozent ab. Der Grund liegt in den deutlich gefallenen Durchschnittspreisen; für einen Fernseher wurden im Schnitt nur noch 642 Euro fällig. Auch bei den Smartphones hält die Kaufzurückhaltung an. Da die Nutzer ihre Geräte länger behalten und echte Innovationen rar gesät sind, gingen die Stückzahlen um fünf Prozent zurück, was den Umsatz in diesem Bereich um drei Prozent drückte. Immerhin konnten Wearables ein minimales Umsatzplus retten.

Bei den Haushaltsgeräten zeigt sich ein geteiltes Bild. Kleine Elektrogeräte wie Küchenmaschinen bleiben beliebt und sorgten für ein Umsatzplus von 3,7 Prozent. Bei den Großgeräten hingegen macht sich bemerkbar, dass viele Anschaffungen bereits in den Pandemiejahren getätigt wurden, hier ging der Umsatz um 2,7 Prozent zurück. Für das laufende Jahr 2026 hofft die Branche nun auf Impulse durch KI-Produkte, die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft und eine wieder anziehende Baukonjunktur.

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