Home Assistant Connect ZWA-2: Z-Wave-Stick vorgestellt

5 months ago 6

Die Macher von Home Asssistant bieten nun bereits seit längerem auch dedizierte Hardware fürs smarte Zuhause an. Die Smart-Home-Plattform lässt euch zahlreiche Geräte verknüpfen und bedienen und läuft auf verschiedensten Plattformen. Mit dem Home Assistant ZBT-1 (ursprünglich bekannt als SkyConnect)  hat man einen kleinen Funkstick im Angebot, der für die Anbindung von Thread- sowie Zigbee-Hardware sein soll.

Nabu Casa ist seit längerem aber auch in den Funkstandard Z-Wave involviert. Den Z-Wave-Standard gibt es seit 1999. Hierbei handelt es sich um einen Funkstandard auf Sub-GHz-Frequenzen, der fürs heimische Zuhause ein Mesh-Netzwerk aufspannen kann. Bekannt sind unter anderem die Z-Wave-Komponenten von Fibaro, Abus und Aeotec. Seit geraumer Zeit bietet auch Shelly Aktoren auf Z-Wave-Basis an. Der Z-Wave-Standard wird von einem Konsortium von Unternehmen im Rahmen der Z-Wave Alliance entwickelt.

Mit dem Connect ZWA-2 bietet man auch hier Hardware (im Spritzguss-Gehäuse) an, um eine Home-Assistant-Instanz mit entsprechendem Funkstandard (hier eben Z-Wave). Der Stick, oder genauer gesagt die externe Antenne, ist mit einer Gesamtlänge von 31 Zentimetern durchaus groß. Zum Vergleich: Übliche Sticks sind etwa 8 Zentimeter lang. Davon erhofft man sich aufgrund des Antennendesigns eine verbesserte Reichweite sowie Stabilität. Die Antenne und der Sockel sind, so Nabu Casa, genau auf die ideale Wellenlänge von Z-Wave abgestimmt und arbeiten harmonisch zusammen, um Störungen zu reduzieren und die Reichweite zu maximieren.

Verbaut ist ein Silicon Labs ZG23 (mit ESP32-S3) als SoC. Der ZWA-2 unterstützt den neusten Chipsatz der 800er-Serie und damit sämtliche am Markt erhältliche Z-Wave-Hardware. Ganz konkret wird nicht nur Z-Wave (EU: 868.4/869.85 MHz) als Mesh-Netz, sondern auch der neue Z-Wave-Long-Range-Standard (864.0/866.0 MHz) unterstützt. Für Europa sind die Spezifikationen noch nicht ganz durch, aber der ZWA-2 ist hardwaretechnisch entsprechend vorbereitet. In den USA sind Direktverbindungen mit Reichweiten von über 2 Kilometern möglich. Reichweiten, die man sonst eher von LoRaWAN kennt. Während sich Zigbee, Wi-Fi und Bluetooth eine Frequenz teilen, verfügt Z-Wave über eine eigene Frequenz und soll dicke Wände besser durchdringen und in belebten Umgebungen weniger störanfällig sein.

Die Stick-Lösung sei Plug-and-Play mit einem Home-Assistant-System. Auch Firmware-Updates sind direkt über Home Assistant möglich. Wer bereits auf einen Z-Wave-Stick setzt, der soll zudem mit wenigen Klicks migrieren können. Für den ZWA-2, der ab sofort erhältlich ist, werden 59 Euro fällig.

Ich konnte die ZWA-2 bereits in Augenschein nehmen und erste Eindrücke sammeln. Die Hardware ist durchaus hochwertig verarbeitet, die Antennen-Abmaße von über 30 Zentimetern sind doch sehr mächtig. Die Antenne ist nichts, was man sich mal eben in ein Server-Rack platziert. In der Basis sind LEDs verbaut, die über eine mattiert, durchsichtige Spitze der Antenne hindurchscheinen. Bislang konnte ich jener, außer, dass sie eben als Status-LED fungiert und Strom hat, noch nichts abgewinnen.

Steckt man die Antenne (ein USB-C-Anschluss ist vorhanden und erlaubt damit eine flexible Kabellänge) an Home-Assistant-Hardware, wird diese direkt erkannt. Man setzt auf die Z-Wave-JS-Integration, die dann auch direkt eingespielt werden kann. Um mir einen Eindruck zu verschaffen, inwieweit das Plug-and-Play ist, habe ich das auf einer separaten Home-Assistant-Instanz an einem Home Assistant Green ausprobiert.

Nach der Instanz-Installation geht auch das Anlernen von Geräten problemlos und schnell. Das ist mit meiner Bestands-Hardware von Fibaro oder Abus wie bei anderen Zentralen möglich (wenngleich etwas uneinheitlich). Z-Wave hat da aber wohl inzwischen dran gearbeitet und so unterstützten ein Wasserleck-Sensor sowie eine Remote aus dem Hause Zooz das bequeme Anlernen per QR-Code.

Ansonsten? Ich hatte in der Vergangenheit durchaus schon positive Erfahrungen sammeln können, was die Stabilität von Z-Wave-Funknetzwerken angeht. Auch reichweitentechnischer Natur reicht das – auch ohne stromgebundene Komponenten – durchaus über zwei Stockwerke hinweg, was einen problemlosen Einsatz in Häusern erlaubt. In Sachen Reichweite dürfte es ohnehin dann mit Z-Wave LR etwas spannender werden, auch bei diesem Stück Hardware. Das wird aber, wie oben erwähnt, in der EU bisher zumindest nicht unterstützt. Hier wird die Antenne dann durch Direktverbindungen ihre Stärken ausspielen können – für eine derzeitige Z-Wave-Nutzung reichen herkömmliche und kompaktere Sticks bislang aus. Erfahrungsgemäß sind Z-Wave-Komponenten allesamt etwas teurer, inzwischen aber immerhin etwas mehr verbreitet. Auch Shelly bietet im Portfolio inzwischen Hardware, zusätzlich zu den Wi-Fi-Serien, an.

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