Home Assistant 2026.4 ist da: Mit diesen Neuerungen

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Wir berichteten bereits vorab, dass es sich bei Home Assistant 2026.4 – nach dem kleineren März-Update – um ein recht umfangreiches Update für die Smart-Home-Plattform handelt. So bringt jenes unter anderem neben Infrarot-Unterstützung eine modernere Backup-Verschlüsselung mit. Ab sofort wird das Update auch regulär verteilt. Neue Updates mit neuen Funktionen sowie Verbesserungen gibt es übrigens im Monatstakt.

Wer Home Assistant nicht kennt, der sei flott ins Boot geholt: Home Assistant ist eine Open-Source-Software, die es Benutzern ermöglicht, verschiedene Geräte und Dienste zu verwalten und zu automatisieren, indem sie Gerätschaften unterschiedlicher Hersteller verzahnt und kommunizieren lässt. Die Software kann in einem (Docker)-Container oder einem dedizierten Gerät wie einem Raspberry Pi oder einem Mini-PC installiert werden. Das Ganze unterstützt eine Vielzahl von Protokollen und Plattformen, darunter Z-Wave, Zigbee, aber auch Matter.

Nachdem viele Gerätschaften in den Haushalten, etwa Fernseher, Klimaanlagen und Co auf Infrarot setzen, lassen sich diese Geräte mit dem April-Update in Home Assistant einbinden und damit auch smart steuern. Man handhabt es ähnlich, wie mit den Bluetooth Proxies: Kleine ESP-Home-Geräte mit Infrarot-Transmitter können für Home Assistant Infrarot-Signale aussenden und damit quasi jedes Gerät, welches sich mit einer Infrarot-Fernbedienung bedienen lässt, integrieren.

Als erste Integration wird da LG Infrared unterstützt. Hiermit lassen sich LG-Fernseher über Infrarot aus Home Assistant steuern und automatisieren. Es wird ein Media-Player mit Unterstützung für Ein-/Ausschalten, Lautstärke, Kanalwechsel und Wiedergabebefehlen erstellt, plus Button-Entitäten für alle gängigen Fernbedienungsfunktionen wie Eingangswahl und Navigation. Feedback über den Zustand der TV-Geräte gibt es da natürlich nicht.

Mit dem April-Release erweitert man außerdem das intuitive Erstellen von Automatisierungen um zweckgebundene Auslöser und Bedingungen. Die funktionieren jetzt (zumindest als Labs-Funktion) domänenübergreifend. Bislang war jeder Trigger und jede Bedingung an einen bestimmten Entitätstyp gebunden. Ein „Tür geöffnet“-Trigger reagiert nun auf jede Tür-Entität, egal ob es sich dabei um einen Kontaktsensor oder ein motorisiertes Garagentor handelt. Gleiches gilt für Messwerte von Temperatursensoren: Klimageräte und Warmwasserbereiter werden gleichermaßen behandelt. Auch die Raumzuweisungen und Labels können einfließen. Zum Beispiel lässt sich „Wenn ein Fenster im Obergeschoss geöffnet wird“ erstellen, ohne jedes einzelne Fenster auflisten zu müssen. Auch neu hinzugefügte Fenstersensoren in Zukunft fänden hier Berücksichtigung.

Dashboard-Bereiche lassen sich jetzt mit einer Hintergrundfarbe versehen, um Karten optisch zu gruppieren oder Bereiche hervorzuheben:

Jedem Abschnitt kann man eine Farbe zuweisen und hierbei auch auf einen Hex-Farbcode setzen. Zudem lässt sich auch die Deckkraft einstellen.

Der Zugangs-Code für Matter-kompatible Smart Locks lässt sich jetzt auch über Home Assistant verwalten, vorausgesetzt, das smarte Türschloss unterstützt dieses Attribut. Das ist etwa bei den Tedee-Locks in Verbindung mit einem Keypad der Fall. Diese haben kürzlich ihr lang versprochenes Matter-Update erhalten. Nuki erlaubt diese Einstellungsmöglichkeit weiterhin nicht.

In Home Assistant lassen sich hier Benutzer konfigurieren und diesen einen PIN-Code zuweisen. Neben der Möglichkeit zum Vollzugriff (jederzeit ver- und entriegeln) gibt es auch Codes für den einmaligen Zugriff. Die Schlossaktionen lassen sich auch in Automatisierungen und Skripten nutzen, etwa um automatisch einmalige PIN-Codes zu versenden.

Außerdem: Der versprochene Voice-Support, um Saugroboter per Sprachbefehl in bestimmte Bereiche zu beordern, ist jetzt verfügbar. Zudem gibt es, wie eingangs erwähnt, eine modernere Backup-Verschlüsselung.

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