
Autobahn / Symbolbild
Der Spritpreis zieht wieder an, an der Zapfsäule macht sich das ziemlich direkt im Portemonnaie bemerkbar. Der BUND nutzt die Lage, um eine alte Forderung nach vorne zu holen, weg von der klassischen Entfernungspauschale, hin zu einem Mobilitätsgeld. Die Begründung? Die Pendlerpauschale in der aktuellen Form spiele vor allem denen in die Karten, die ohnehin gut verdienen und weit mit dem Auto unterwegs sind.
Die Entfernungspauschale senkte laut des Vereins das zu versteuernde Einkommen, unabhängig davon, ob jemand mit Auto, Bahn oder Fahrrad pendelt. Wer viel verdient und lange Strecken fährt, spare über die Steuer richtig Geld, wer ein geringes Einkommen hat und nur den Eingangssteuersatz zahlt, gehe meist leer aus. Auch eine weitere Anhebung der Pauschale würde an diesem Muster nichts ändern. Laut BUND wird damit soziale Schieflage eher zementiert, statt sie abzufedern, an einen Anreiz für Bus und Bahn ist dabei kaum zu denken.
Beim Mobilitätsgeld sähe das anders aus. Das Konzept sieht einen festen Betrag pro Pendelkilometer vor, der entweder über die Steuer angerechnet oder direkt ausgezahlt wird, unabhängig vom Einkommen und vom Verkehrsmittel. Wer also mit Fahrrad, E?Bike oder Nahverkehr unterwegs ist, bekäme die gleiche Unterstützung wie jemand, der mit dem Auto fährt. Aus Sicht des BUND wäre das sozial gerechter, weil auch Menschen mit geringerem Einkommen spürbar etwas davon hätten und nicht nur Steuerzahler in höheren Klassen.
Parallel dazu spielt der Verband die bekannte ÖPNV-Schiene, ohne attraktiven Nahverkehr bringt das beste Mobilitätsgeld auf dem Land wenig. Gerade außerhalb der Städte fehlen oft Taktung, Strecken und Anschlüsse, die das Auto überflüssig machen könnten. Hier fordert der BUND einen konsequenten Ausbau des öffentlichen Verkehrs, damit die Wahlfreiheit zwischen Auto und Alternativen nicht nur auf dem Papier steht.
In diesem Paket landet zwangsläufig auch das Deutschlandticket. Für den BUND hat das Ticket eine Schlüsselrolle, es soll dauerhaft verfügbar und preislich stabil bleiben. Zusätzlich steht ein bundesweites Sozialticket auf der Wunschliste, damit Menschen mit wenig Geld nicht aus der Mobilität rausfallen. Die Argumentation, ein günstiger, verlässlicher Nahverkehr mindere Abhängigkeit vom Auto und senke das Risiko, in Mobilitätsarmut zu rutschen.
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2 weeks ago
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