Trotz fehlender Updates muss kein neues Smartphone her: Mit LineageOS und iodéOS lassen sich viele ältere Geräte weiter nutzen.
(Bild: Martina Bruns / KI / heise medien)
26.02.2026, 07:00 Uhr
Lesezeit: 8 Min.
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Raus aus der Updatefalle: Wie Lineage und iodé alte Smartphones retten
- Datenschutz à la carte
- Neue Optik und iodéOS
Unter den Custom-ROMs für Android-Smartphones ist LineageOS der etablierte Platzhirsch: Das System ist schon seit Jahren verfügbar und das auch für eine große Anzahl verschiedener Smartphone-Modelle. Optisch ist Lineage kaum vom Vanilla-Android, also einer Version ohne optische Anpassung, zu unterscheiden. Das macht das OS vor allem für Nutzer von Smartphones interessant, deren Hersteller die Oberfläche verbastelt hat. Obendrein bringt es praktische kleine Tools mit, etwa ein Backup mit der integrierten App Seedvault, die Apps und oft auch deren Einstellungen im lokalen Netz oder auf einem USB-Stick statt in der Cloud sichert. Der integrierte Audioplayer spielt lokale Musik ab und streamt von Subsonic- und Jellyfin-Servern, die er im Heimnetz findet.
Die Installation ist jedoch nicht ganz so trivial wie bei GrapheneOS, bei dem man im WebUSB-Installer im Browser nur sein Telefon an den PC stecken und ein paar mal auf „weiter“ klicken muss. LineageOS erfordert, dass man die Android-Plattform-Tools auf dem PC installiert, dann auf der Kommandozeile erst den Bootloader entsperrt und die vorab manuell heruntergeladenen Betriebssystem-Images auf gleichem Weg nacheinander aufs Smartphone flasht. Lobend muss man aber erwähnen, dass die Webseite jeden Schritt für jedes Telefon ausführlich erklärt.
- LineageOS gibt es für besonders viele Geräte.
- Vor allem für ältere Smartphones ist es beliebt.
- iodéOS erweitert Lineage um mehr Datenschutz und Sicherheit und bietet vorinstallierte Geräte an.
Geeignete Smartphones für LineageOS gibt es jede Menge, allein dadurch wird es für viele Nutzer zum Custom-ROM der Wahl. Zum Testzeitpunkt listete Lineage ganze 574 Geräte von A(sus) bis Z(TE) als kompatibel. Selbst Streaming-Sticks, Android-TVs und die erste Generation der Nintendo Switch befinden sich darunter.
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