heise+ | Mathe-Beweise durch KI: Warum Mathematiker den Modell-Anbietern misstrauen

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OpenAI und Anthropic liefern sich ein atemloses Rennen und nutzen Mathe-Beweise als Benchmark. Doch was ist wirklich KIs Werk und was des Menschen Beitrag?

Ein futuristisches Labor mit einem Roboterarm, der an einem Fließband mit Fragezeichen arbeitet.

(Bild: Jessica Nachtigall / KI / heise medien)

29.09.2026, 08:00 Uhr

Lesezeit: 16 Min.

  1. Mathe-Beweise durch KI: Warum Mathematiker den Modell-Anbietern misstrauen
    • Die Mathe-Evolution
  2. Zwischen Fail und Anerkennung
  3. Prüfung steht aus

Ein noch unveröffentlichtes Modell, 88 Stunden, 10.000 Agenten, 130 Milliarden Output-Token und 2,7 Millionen ausgetauschte Nachrichten; Kostenpunkt unterm Strich mehrere Millionen Dollar. Das sind die Eckdaten dessen, was OpenAI an Ressourcen auf die Lösung eines mathematischen Problems warf. Und zwar vor allem deshalb, weil Gerüchten zufolge zwei menschliche Mathematiker im Begriff waren, es zu knacken. Dabei handelte es sich nicht um irgendein beliebiges Rätsel, sondern um eines der Millennium-Probleme des Clay Mathematics Institute: die seit 90 Jahren nicht allgemein bewiesenen Navier-Stokes-Gleichungen. Zudem handelte es sich bei einem der beiden menschlichen Wissenschaftler, die OpenAI nun auf der Zielgeraden überholte, nicht um irgendwen, sondern um einen Anthropic-Mitarbeiter.

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