Google überarbeitet Android-Ökosystem und beendet Streit mit Epic Games

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Google hat angekündigt, das Android-Ökosystem grundlegend umzubauen. Die Änderungen betreffen den Play Store, die Gebührenstruktur und die Art, wie alternative App Stores installiert werden können. Gleichzeitig wurde der jahrelange Rechtsstreit mit Epic Games aus der Welt geschafft.

Einer der zentralen Punkte ist die Öffnung bei Bezahlsystemen. App-Entwickler dürfen künftig eigene Zahlungsabwicklungen direkt in ihre Apps integrieren, ohne ausschließlich auf Googles hauseigenes System angewiesen zu sein. Wer das nicht möchte, kann Nutzer alternativ auf die eigene Website weiterleiten, um dort Käufe abzuwickeln. Das klingt technisch, hat aber echte Auswirkungen – vor allem für Anbieter, die bisher einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen als Gebühren an Google abgeben mussten.

Sideloading – auch so ein Thema – also die Installation von Apps außerhalb des Play Stores: Hier führt Google ein sogenanntes „Registered App Stores“-Programm ein. Drittanbieter-Stores, die Googles Sicherheits- und Qualitätskriterien erfüllen, können sich registrieren lassen. Nutzer, die einen solchen verifizierten Store auf ihrem Gerät einrichten möchten, durchlaufen dann einen deutlich schlankeren Installationsprozess. Wer sich nicht registriert, bleibt beim bisherigen mehrstufigen Verfahren. Das Programm startet zunächst außerhalb der USA und soll im Rahmen eines größeren Android-Releases gegen Ende des Jahres integriert werden.

Die Gebührenstruktur wird ebenfalls umgebaut. Google trennt künftig die Abrechnungsgebühr für das eigene Bezahlsystem von der allgemeinen Servicegebühr für die Play-Store-Infrastruktur. Für Europa, Großbritannien und die USA liegt die Abrechnungsgebühr bei 5 Prozent. Die Servicegebühr für In-App-Käufe bei Neuinstallationen sinkt auf 20 Prozent. Wer sich für das neue „Apps Experience Program“ oder das überarbeitete „Play Games Level Up“-Programm qualifiziert, zahlt bei Neuinstallationen sogar nur 15 Prozent, bei bestehenden Installationen 20 Prozent. Abonnements werden pauschal mit 10 Prozent berechnet.

Der Rollout erfolgt gestaffelt: Europa, Großbritannien und die USA sind bis 30. Juni dran, Australien bis 30. September, Südkorea und Japan bis 31. Dezember. Der weltweite Rollout ist für den 30. September 2027 geplant.

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