Google AI Overviews: Verlage beschweren sich bei der EU-Kommission

6 months ago 7

Googles KI-Zusammenfassungen in der Suche, auch „AI Overviews“ genannt, sorgen bei vielen Websitebetreibern für Kopfzerbrechen. So ist es kein Geheimnis, dass diese Übersichten natürlich dafür sorgen, dass weniger Anwender von der Suche zu externen Websites geleitet werden. Denn oftmals reicht den Menschen die generierte Zusammenfassung bereits aus. Sie klicken dann nicht mehr auf die eigentlichen Quellen. Das ärgert die Urheber der Informationen, sodass eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt worden ist.

Mehrere Verlage klagen bei den Wettbewerbshütern darüber, dass es etwa keine Möglichkeit gebe, ein Opt-out durchzuführen. Google greife sich also die Informationen und nutze sie für die Zusammenfassungen, ohne dass man das verhindern könnte. Die Verlage fordern deswegen auch eine Pausierung der Funktion, bevor irreparabler Schaden entstehe. Die Beschwerde stammt stellvertretend von der Independent Publishers Alliance und wurde bereits am 30. Juni 2025 eingereicht, wie Reuters berichtet. Man wirft darin Google vor, seine Marktmacht zu missbrauchen.

So nutze Google einerseits die Informationen der Verlage bzw. die Inhalte der Websites, benachteilige diese dann aber andererseits, weil man Nutzern die KI-Übersichten offeriere und sie somit vom Besuch der eigentlichen Quellen entmutige. Ein Opt-out sei nicht sinnvoll möglich, da man das nur bewerkstelligen könne, wenn man gar nicht mehr in der Google-Suche auftauchen wolle. Das sei aber aufgrund der dominierenden Stellung Googles im Suchmaschinenmarkt nicht realistisch.

Auch der britischen Competition and Markets Authority (CMA) ist die Beschwerde der Verlage zugestellt worden. Google ist sich in einer Stellungnahme natürlich keiner Schuld bewusst und behauptet stattdessen, die KI-Erlebnisse in der Suche wären neue Chancen für Verlage, auf ihre Inhalte aufmerksam zu machen. Ebenfalls verweist man darauf, dass der Traffic auf Websites aus den unterschiedlichsten Gründen schwanken könne.

Die Verlage sehen das anders und fühlen sich in ihrer Existenz bedroht. Neu sind diese Kontroversen im Übrigen nicht: Auch in den Vereinigten Staaten haben sich Websitebetreiber deutlich über die negativen Auswirkungen der AI Overwiews geäußert.

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